Vorstellung der Servicestelle bei Fachtagung: "Aktuelle Herausforderungen der Friedens- und Sicherheitspolitik"

für GK-Lehrer*innen im RP Stuttgart, 14. Juli 2017

D&E Heft Nr. 71
© Titelseite D&E Heft

"Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen stärken“ – Auftrag, Ansatz und Hintergrund der neuen Servicestelle Friedensbildung" war der Vortrag überschrieben, zu dem Claudia Möller, Leiterin und Fachreferentin der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg im Rahmen der Fachtagung zum gleichnamigen  D&E Heft  eingeladen war.

Teil nahmen etwa 100 Gemeinschaftskundelehrer*innen, die diesen Tag nutzten, um sich bei Vorträgen zu Themen wie Frieden, Sicherheit, Pävention und militärische Interventionen zu informieren. An den Gymnasien in Baden-Württemberg wird zudem ab dem Abitur 2018 das Thema "Internationale Beziehungen und internationale Politik" zum neuen Schwerpunktthema in der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Gemeinschaftskunde, so dass auch thematische Strukturierungsvorschläge und konkrete Unterrichtsentwürfe vorgestellt, besprochen und dankbar entgegengenommen wurden.

Programm der Fachtagung

Die Fachtagung basierte auf der gleichnamigen Ausgabe 71 der Zeitschrift "Deutschland &
Europa" (D&E), Hrsg. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg  Zur kostenlosen Publikation

 


Gespräch: Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen stärken

Besuch in der neu gegründeten AG Friedensbildung der GEW Baden-Württemberg, 6. Juli 2017

GEW Baden-Württemberg
© www.gew-bw.de

Seit September 2016 existiert die AG Friedensbildung bei der GEW Baden-Württemberg. Sie trifft sich in zweimonatigem Rhythmus in der Landesgeschäftsstelle in der Silcherstraße in Stuttgart. Die AG beschäftigt sich mit grundsätzlichen Fragen der Friedensbildung im Land mit Fokus auf der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg, dem Auftreten der Bundeswehr an Schulen sowie der wachsenden Militarisierung der Gesellschaft.

Am 6. Juli 2017 war Claudia Möller, Leiterin der Servicestelle Friedensbildung bei der LpB Baden-Württemberg zur AG-Sitzung eingeladen, um ihre Arbeit im Rück- und Ausblick vorzustellen, mögliche Kooperationen und Projekte zu überlegen und gemeinsame Themen zu diskutieren.

https://www.gew-bw.de/friedensbildung

 


Workshops für Referendar*innen in Stuttgart und Esslingen

Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung für Gymnasien, Mai/Juni 2017

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Im Mai und Juni fanden insgesamt drei Workshops für Referendar*innen des Faches Gemeinschaftskunde an den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung für Gymnasien in Esslingen und Stuttgart statt.

In jeweils gut zwei Stunden ging es darum, den angehenden Lehrkräften Materialien, Ideen und Methoden für die Umsetzung von Friedensbildung vor allem im Fach Gemeinschaftskunde, jedoch ebenso als fächerübergreifendes Anliegen zu geben. So hatten die Referendar*innen vor dem Hintergrund ihrer Fächerkombinationen die Möglichkeit, sich mit Fragen rundum Begriffe wie Frieden, Krieg, Konflikt und Gewalt sowie deren Verknüpfung mit den Inhalten der Bildungspläne zu beschäftigen. Neben dem praktischen Ausprobieren mitgebrachter Methoden, befassten sich die Referendar*innen mit der Friedens- und Sicherheitslogik als Perspektiverweiterung und -wechsel bei der Betrachtung von Konflikten und deren Bearbeitung.

 


Ausstellung: Peace Counts - die Erfolge der Friedensmacher

zu Gast im LpB Tagungszentrum "Haus auf der Alb" in Bad Urach - 02.-21. Mai 2017

Peace Counts
© Peace Counts

Die Nachrichten sind voll von Berichten über Kriege und Konflikte. Über Frieden zu berichten, erscheint ungleich schwieriger und vor allem weniger interessant. Nach dem Lehrsatz „only bad news are good news“, 'verkauft' sich Frieden – im wahrsten Sinne des Wortes – einfach schlechter. Journalist*innen der Agentur Zeitenspiegel aus Weinstein im Rems-Murr-Kreis bei Stuttgart, haben dies zum Anlass genommen und Reportagen aus zahlreichen Ländern dieser Welt zusammengetragen und veröffentlicht. Sie berichten über Menschen, die sich in Konflikten auf kreative Art und Weise, mal mit Sport, mal per Radio und HipHop oder auch ganz einfach, indem sie Probleme handfest anpacken, mit ganz viel Mut und Überzeugung für mehr Frieden einsetzen. Daraus ist in Zusammenarbeit mit der  Berghof Foundation eine Ausstellung entstanden, die bereits in vielen Ländern dieser Welt zu sehen war und nun vom 2.-21. Mai 2017 im LpB Tagungszentrum "Haus auf der Alb" zu Gast war. Die Berghof Foundation, bis 2012 Institut für Friedenspädagogik Tübingen e. V., entwickelte ein pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung, um friedensbildnerisch mit Gruppen anhand der Reportagen zu arbeiten. Dies wird seit vielen Jahren erfolgreich inner- und außerschulisch getan. So waren auch im Mai Lehrkräfte und Schulklassen u. a. aus Rastatt, Albstatt und Bad Cannstatt für mehrere Tage in Bad Urach, um die Ausstellung kennen zu lernen.

Hier sehen Sie Impressionen aus der Ausstellung im Haus auf der Alb:

Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
   

Diese 'große' Peace Counts Ausstellung gibt es auch in einer mobileren Poster-Variante, mit der Mitarbeiter*innen der Servicestelle Friedensbildung auch gerne zu Ihnen, z. B. an die Schule kommen, um mit Schulklassen friedenspädagogisch zu arbeiten  weitere Informationen

Schreiben Sie uns einfach oder rufen Sie uns an  Kontakt

 


Workshop: Wo bitte geht's zur Demokratie?!

Teamer*innen- und Multiplikator*innen-Schulung - Stuttgart, 8. April 2017

© Servicestelle Friedensbildung

Was ist meine Rolle als politische*r Bildner*in? Was macht für mich ein Miteinander aus? Stoße ich nicht selbst manchmal an die Grenzen meiner ganz persönlichen Vorstellungen von einer demokratischen Gesellschaft und falls ja, wo?

Diesen und weiteren Fragen wurden in dem Workshop „Wo bitte geht´s zur Demokratie?!“ der Servicestelle Friedensbildung nachgegangen werden. Teamer*innen und freie Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Fachbereiche der LpB Baden-Württemberg sowie  Multiplikator*innen aus der politischen Bildung kamen in den Räumen des baden-württembergischen Landtags zusammen, um mit Hilfe der BETZAVTA (dt. Miteinander)-Methode die eigenen Einstellungen innerhalb einer – auf den ersten Blick – spielerischen Situation, zu reflektieren.

Das in Israel durch das Adam-Institut entwickelte Demokratie-Training bietet u. a. die Möglichkeit, sich mit demokratischen Prinzipien und Prozessen auseinander zu setzen und sie vor allem erlebbar zu machen. Dabei geht es darum, die eigenen Handlungsmuster zu beleuchten und zu hinterfragen, um andere – vielleicht gegenläufige – Positionen zur Demokratie besser verstehen zu können.

Als konkretes Beispiel wurde an dem Thema Informationsfluss und Wissensvermittlung gearbeitet. Sind in einer Demokratie für alle die gleichen Informationen verfügbar? Werden manchmal bewusst Informationen zurück gehalten und wenn ja, warum? Diese und weitere Fragen sind auch Inhalt politischer Bildung: wie wählen wir als politische Bildner*innen Themen aus? Wie ‚vermitteln‘ wir Demokratie? Und wie schaffen wir Kontroversität, wenn wir sie womöglich selbst nicht abbilden oder ‚blinde Flecken‘ haben? Die Bewusstmachung dieser Prozesse kann die eigene Wahrnehmung schärfen, um auch künftig für Demokratie einzustehen und alle – Themen und Menschen – mit einzubeziehen.

Mit intensiven Eindrücken aus dieser selbstreflexiven Arbeit endete der Workshop am Nachmittag. Weitere Veranstaltungen dieser Art sollen auch in Zukunft angeboten werden.

 


Workshop: Methoden der Friedensbildung

Teamer*innen- und Multiplikator*innen Schulung - Stuttgart 1. April 2017

© Servicestelle Friedensbildung

Was ist Friedensbildung? Welche Methoden gibt es? Ist es auch Frieden, wenn man sich streitet? Mit diesen und weiteren Fragestellungen haben sich insgesamt 15 Studierende ganz unterschiedlicher Fachrichtungen, Lehrkräfte und Teamer*innen der Servicestelle Friedensbildung, die bereits selbst Workshops für Friedensbildung an Schulen anbieten, am 1. April 2017 in den Räumen des Landtags Baden-Württemberg beschäftigt.
 
Der Tag bestand aus zwei Teilen: am Morgen ging es im Landtag mit einer Diskussion zum Thema: Was ist eigentlich Friedensbildung und wann, wo und wie begegnen wir dieser los. Danach wurde didaktisches Material der Berghof Foundation (aus dem  Friedensgutachten didaktisch 2016) zum Thema "Gesucht: Maßnahmen gegen den ›Islamischen Staat‹" ausprobiert und methodisch besprochen.

Nach der Mittagspause fand ein Ortswechsel statt und die Gruppe fuhr zu einem Treffen mit Mentor*innen des Projektes "Agabey-Abla" des deutsch-türkischen Forums, um gemeinsam die Arbeit mit der Ausstellung "Peace Counts – Die Erfolge der Friedensmacher" kennenzulernen. Unter dem Motto "Ist Frieden auch, wenn man sich streitet?" wurde sich darüber ausgetauscht, welche Rolle das Thema Frieden in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielt bzw. spielen sollte und wie wir mit ihnen über Frieden sprechen können. Mit den Eindrücken aus dem Vormittag im Gepäck war dies eine sehr bereichernde Begegnung für beide Seiten!

Der Tag endete mit dem Wunsch nach mehr Austausch und Vertiefung des Gehörten. Weitere Veranstaltungen sind in Planung und werden folgen.

 


Beiratssitzung und Neu-Berufung der Steuerungsgruppe

1./2. März 2017 – Haus auf der Alb, Bad Urach

Beirat der Servicestelle Friedensbildung
© Servicestelle Friedensbildung
Steuerungsgruppe der Servicestelle

Nach Verlängerung des Vertrages über die Servicestelle Friedensbildung und einem positiven Entscheid des Landtages über die finanzielle Ausstattung bis zum 31.12.2017, tagten die Beiräte am 1. und 2. März 2017 im Haus auf der Alb (vgl. Bild links). Im Rahmen dieser ersten Sitzung des Beirates nach Erneuerung des Vertrages zwischen den Trägern der Servicestelle – LpB Baden-Württemberg, Kultusministerium Baden-Württemberg und Berghof Foundation – wurde auch die Steuerungsgruppe zu diesem Anlass neu berufen. Nach der sehr guten und fruchtbaren Zusammenarbeit in den ersten knapp 1,5 Jahren der Servicestelle standen alle Mitglieder erfreulicherweise erneut zur Berufung durch die Ministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann zur Verfügung. Frau StD Maria Berger-Senn, aus dem Ref. 52 des Kultusministeriums, zuständig für Pädagogische Grundsatzangelegenheiten und Qualitätsmanagement und dieser Funktion selbst Mitglied der Steuerungsgruppe, überbrachte die persönlichen Grüße der Ministerien und überreichte den weiteren Mitgliedern die Berufungsschreiben. Zu nennen und auf dem Foto zu sehen (vlg. rechtes Bild v. links):

  • Dr. Thomas Nielebock, Akademischer Oberrat, Institut für Politikwissenschaft im Bereich Friedensforschung/ Internationale Beziehungen, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Karl-Ulrich Templ, Stv. Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung
  • Uli Jäger, Programme Director für Friedenspädagogik & Globales Lernen, Berghof Foundation
  • StD Maria Berger-Senn, Kultusministerium Baden-Württemberg
  • Hagen Battran, GEW Baden-Württemberg, Vertreter der unterzeichnenden Organisationen der Gemeinsamen Erklärung

Im  Anschluss an die Beiratssitzung folgte ein Workshop, in dem einige der Beiräte noch weiter arbeiteten an konkreten Ideen und Visionen zur Stärkung der Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen (Grundlage ist die  Gemeinsame Erklärung). Wichtiges Ziel für dieses Jahr ist die Verstetigung der Arbeit der Servicestelle und ihrer Netzwerkpartner*innen auch über 2017 hinaus.

 


Besuch am Pädagogisch-Theologischen Zentrum Stuttgart (PTZ)

Stuttgart-Birkach, 6. Februar 2017

PTZ Stuttgart
© PZT Stuttgart

Welche Anknüpfungspunkte gibt es für Friedensbildung im Religionsunterricht? Wo ist Friedensbildung in den (neuen) Bildungsplänen verankert? Wo können Lehrer*innen Unterrichtshilfen und -materialien auch fächerübergreifend finden?

Bei einem Besuch bei der württembergischen Landeskirche im Pädagogisch-Theologischen Zentrum (PTZ) in Stuttgart-Birkach am Montag, den 6. Februar, wurden diese und weitere Fragen mit Mitarbeiter*innen erörtert und ihnen konkrete Materialien und Zugänge der Friedensbildung vorgestellt. Claudia Möller, Leiterin und Fachreferentin der Servicestelle Friedensbildung, präsentierte an diesem Nachmittag in entspannter Gesprächs- und Workshop-Atmosphäre ihre Arbeit und die ihrer Partner*innen. Unter anderem lernten die anwesenden Multiplikator*innen aus der Lehrkräfteaus- und -weiterbildung die Ausstellung „Peace Counts School - Die Erfolge der Friedensmacher“ sowie Möglichkeiten der friedenspädagogischen Arbeit damit kennen.

Um das Thema Friedensbildung in Schule und Religionsunterricht weiter zu vertiefen, wurde bereits über einen Nachfolgetermin gesprochen.

 


"Krieg und Flucht im Unterricht mit Jugendlichen" - Ein Thema schul- und fächerübergreifend

Lehrkräftefortbildung, Comburg, 1.-3. Februar 2017

Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin Servicestelle Friedensbildung
© Servicestelle Friedensbildung

Egal in welchem Schulfach, seit Monaten beschäftigen die Lehrer*innen in den Schulen das Thema Flucht und Krieg, sei es 'lediglich' als Unterrichtsthema oder auch im direkten Umgang mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Wie aber können Lehrer*innen das Thema im Unterricht besprechen? Welche Zugänge und Methoden gibt es? Wo finden Lehrer*innen geeignete Materialien und bei Bedarf auch Unterstützung?

Vom 1.-3.02.2017 fand bereits zum vierten Mal eine Fortbildung für Lehrer*innen aller Schulformen und -fächer an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen am Standort Comburg statt. Das Thema ist nach wie vor, teilweise mit sich verändernden Fragen und Herausforderungen, im Schulsystem relevant, was sich an den Anmeldezahlen zeigte.

Neben Jugendbüchern als möglichem Zugang in unterschiedlichen Fächern, vorgestellt von Frau Dr. Sandra Kirsamer, wurden konkrete Unterrichtsentwürfe für verschiedene Jahrgangsstufen und Schularten besprochen und Materialien und Methoden selbst ausprobiert. Am zweiten Tag der Fortbildung bot Frau Dr. Tina Zintl vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik Bonn (DIE) anhand einer detaillierten Analyse und Kontextualisierung des Konflikts in Syrien, gepaart mit eigener Regionalerfahrung und -expertise, den Lehrer*innen die Möglichkeit, wissenschaftliche Informationen und Einschätzungen zu erhalten und eigene Fragen beantwortet zu bekommen.

Am Freitagvormittag hatten die Lehrer*innen schließlich die Gelegenheit, sich mit Verena Brenner, u. a. Trainerin für Interkulturelles Lernen, über biografische Lernsettings sowie den Umgang mit Traumata auszutauschen. An diesem Vormittag war darüber hinaus auch die Posterausstellung "Peace Counts School" Thema, die an Schulen gezeigt und mit der anhand eines pädagogischen Begleitprogramms mit Unterstützung der Servicestelle Friedensbildung auch friedenspädagogisch mit den Schüler*innen gearbeitet werden kann.

Wie auch bei den letzten Veranstaltungen fand ein reger Austausch unter den Lehrer*innen der unterschiedlichen Fächer und Schulformen statt. Der Ideen- und Materialaustausch wird auch über die Fortbildung hinaus, koordiniert über einen Moodle-Raum der Servicestelle, fortgeführt.

 


„Frieden sichern – aber wie?!“

Info-Tage an der Realschule Wolfach, Januar 2017

Realschule Wolfach
© Realschule Wolfach

Frieden im Kleinen und Großen, auf dem Schulhof, in der Klassengemeinschaft aber und vor allem international, z. B. in Syrien, das war Thema bei den Info-Tagen für die 9. Klassen am 12. und 13. Januar 2017 an der Realschule Wolfach.

An diesen zwei aufeinander folgenden Tagen besuchten die vier 9. Klassen jeweils einen 90 minütigen Workshop zweier Jugendoffiziere aus Freiburg sowie der Servicestelle Friedensbildung. Die Jugendoffiziere berichteten über aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr und informierten die Schüler*innen über politische Entscheidungsprozesse, die notwendig sind, um ein Mandat für derartige Einsätze zu erhalten. Darüber hinaus gingen sie in Bezug auf das Weißbuch 2016 auf den vernetzten Ansatz der Bundeswehr im Auslandseinsatz ein.

Im Workshop der Servicestelle Friedensbildung, der von der Leiterin Claudia Möller sowie einer Teamerin und einem Teamer der Servicestelle durchgeführt wurde, erfuhren die Schüler*innen etwas über kreative, gewaltfreie, d. h. zivilgesellschaftliche, nicht-militärische Möglichkeiten, in Konflikte einzugreifen. In Kleingruppen erarbeiteten sie sich die Eskalationsstufen eines Konfliktes nach Glasl und überlegten gemeinsam, wer an welcher Stelle mit welchen Mitteln und Methoden eingreifen kann, und was eigentlich dazu gehört, bis es zu einem Krieg kommt.

Es wurde angeregt diskutiert und die beiden Workshop-Angebote sorgten für unterschiedliche Perspektiven, Kontroversen und Gesprächsbedarf. Es waren intensive vier Schulstunden für die Schüler*innen, die durchaus als anstrengend erlebt wurden, weil es ungewohnt für sie war. Bei den Rückmeldungen überwog jedoch deutlich das Interesse an den Themen. "Der Infotag sensibilisierte die Schülerinnen und Schüler für Fragen rund um das Thema Friedenssicherung und verhalf ihnen zu einem differenzierteren Bild in dieser komplexen Thematik, was vor allem in Anbetracht aktueller politischer Ereignisse von maßgeblicher Bedeutung ist", so Verena Laufer, eine der Lehrerinnen in den 9. Klassen.

Finden Sie hier einen Artikel und Impressionen auf der  Website der Schule

Dieses und weitere Angebote können direkt bei der Servicestelle gebucht werden  Kontakt

 


Gesellschaftliches Klima zwischen Willkommenskultur und Rechtspopulismus

Fortbildung für päd. Mitarbeiter*innen und Multiplikator*innen, 28.-30. Nov. 2016, Haus auf der Alb

Internationaler Bund
© Internationaler Bund

Krieg und Flucht als Themen mit Jugendlichen, die entweder selbst Fluchterfahrungen haben oder auf Gleichaltrige treffen, die zu uns gekommen sind, beschäftigten vom 28.-30. November 2016 pädagogische Mitarbeiter*innen und Multiplikator*innen des IB im Haus auf der Alb. Welche Möglichkeiten und Zugänge gibt es, Fluchtgeschichten, Ursachen und Hintergründe zu thematisieren? Welche Themen schwingen auch immer mit? Was bedeuten diese für den Umgang mit anderen Themen wie dem Rechtsextremismus, der Radikalisierung von Jugendlichen und einem innergesellschaftlichen Populismus?

An den 2,5 Tagen, an denen auf Einladung der LpB Außenstelle Heidelberg etwa 15 Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Bereichen des IB – Schule, außerschulische Jugendbildung, FSJ, Berufsvorbereitung – im Haus auf der Alb zu Gast waren, lernten diese ganz unterschiedliche Methoden, Zu- und Umgänge mit diesen Themen kennen. So nahmen sie u. a. an einem Argumentationstraining gegen rechte Parolen teil und bekamen eine Einführung in Planspiele, die die LpB zu diesen Themen entwickelt hat. Die Servicestelle Friedensbildung bot in diesem Kontext einen Workshop zu Materialien an, die mit Hilfe von Biografien einzelner Menschen den Zugang zum Thema Flucht & Krieg ermöglichen. Währenddessen hatten die Teilnehmer*innen Gelegenheit, die Ausstellung Peace Counts zu sehen und sich mit der Autorin des  Heftes „Krieg und Flucht im Unterricht“, Verena Brenner, über Chancen, Grenzen und Besonderheiten biografsicher Arbeit auszutauschen.

Das Tagungsprogramm aus dem November 2016 finden Sie  hier 

 


Katholische Religionslehrkräfte lernen „Peace Counts School“ kennen

Jahrestagung - Erzdiözese Freiburg, 23.-25. November 2016

Aula Bildungshaus St. Bernhard
© Servicestelle Friedensbildung
Dekoriert war die Aula mit 1000 bunten, gefalteten Kranichen (nach der Geschichte von Sadako Sasaki)

Unter dem Titel „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34, 15) tagten die Religionslehrkräfte an diesen 2,5 Tagen im Bildungshaus St. Bernhard im Zentrum von Rastatt. Veranstaltet wird diese Tagung vom Institut für Religionspädagogik der Erzdiözese Freiburg (IRP).

„Friedensethik in einer Welt der Gewalt“ – ein Thema, dem sich die Lehrkräfte auf vielfältige Art und Weise bei Vorträgen, Gesprächen und Arbeitskreisen näherten. Einen dieser Zugänge boten zwei von der Servicestelle angebotene Workshops zu „Ansätzen und Methoden der Friedensbildung in Schulen“. Die Lehrkräfte lernten dabei u. a. die Posterausstellung „Peace Counts“ mit ihrem pädagogischem Begleitprogramm sowie dessen Umsetzungsmöglichkeiten in Schule und Unterricht kennen. Darüber hinaus waren viele weitere Zugänge, Methoden und Materialien Thema. So stellte Julia Oschinski, Projektmitarbeiterin der Berghof Foundation in Tübingen, die Website  frieden-fragen.de vor.

Die Poster-Ausstellung „Peace Counts“ war die ganze Tagung über zu sehen. Die Poster sind für den Einsatz in der eigenen Schule über die  Berghof Foundation zu beziehen. Informationen zum pädagogischen Begleitprogramm finden Sie  hier – Unterstützung bei der Durchführung erhalten Sie über die Servicestelle.

 


Fortbildung für Lehrer*innen auf der Comburg

Erneute erfolgreiche Veranstaltung für Lehrkräfte - Comburg, 19.-21. Oktober 2016

© Servicestelle Friedensbildung

Vom 19.-21.10.2016 fand bereits zum dritten Mal die Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema „Flucht & Krieg im Unterricht mit Jugendlichen – Brennpunkt Syrien/Nahost“ an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Baden-Württemberg am Standort Comburg statt.

Auch dieses Mal herrschte reger Andrang auf die Seminarplätze und die Fortbildung konnte ausgebucht durchgeführt werden.

Im Rahmen des Lehrgangsprogramms wurde am ersten Tag von Frau Dr. Sandra Kirsamer in die Jugendbucharbeit als Methode im Unterricht und möglicher Zugang zum Thema „Flucht & Krieg mit Jugendlichen“ eingeführt und einige Beispiele für verschiedene Jahrgangsstufen und Schularten vorgestellt.  Waren die ersten beiden Fortbildungen durch eine starke Heterogenität an Schularten gekennzeichnet, so waren dieses Mal insbesondere Unterrichtsmaterialien und -konzepte für die Sek. I sowie die Kursstufe nachgefragt. Die Mehrzahl der Teilnehmer*innen waren Gymnasiallehrkräfte mit den Fächern Gemeinschaftskunde, Geschichte und Deutsch, aber auch in Kombination mit Religion, Ethik und Physik.

Frau Dr. Tina Zintl von der Universität Tübingen ermöglichte am zweiten Tag der Fortbildung einen Einblick in die aktuelle Situation in Syrien, den Hintergründen des syrischen Bürgerkriegs und bereicherte das Tagungsprogramm mit politikwissenschaftlichen Diskursen und Analysen. Im Vorfeld präsentierte Frau Julia Oschinski von der Berghof Foundation aktuelle Materialien zum Einsatz im Unterricht. Eine als „Markt der Möglichkeiten“ betitelte interaktive Phase des Austauschs am Freitagvormittag bot sodann die Möglichkeit, Einblicke in die Posterausstellung „Peace Counts“ samt pädagogischem Begleitmaterial zu gewinnen sowie Materialien zu konkreten Unterrichtsvorhaben zu sichten und handlungsorientierte Zugänge zum Themenkomplex zu erörtern.

 


Islamismus - eine Herausforderung für Schulen und Lehrkräfte

Symposium – Landesakademie Esslingen-Zell, 7. Oktober 2016

Islamischer Staat - Politikthemen - Dossiers - LpB
Foto: Day Donaldson, flickr, CC BY 2.0

Religiös motivierter Extremismus und extremistische Strukturen, wie der Islamismus und die salafistische Szene, die auf manche Jugendliche eine hohe Attraktivität ausüben, stellen Lehrkräfte in unseren Schulen vor immer neue Herausforderungen. Wie können Lehrkräfte Radikalisierungstendenzen bei ihren Schüler*innen erkennen? Was können Sie dagegen tun? Wie können und sollen Sie darauf reagieren?

Das Symposium für Lehrkräfte, das am Freitag, den 7. Oktober 2016 an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Esslingen-Zell stattfand, bot eine inhaltliche Klärung von Begriffen wie Islamismus, Salafismus und Jihadismus, mit denen Lehrkräfte in den Schulen in zunehmendem Maß konfrontiert werden. Die Teilnehme*innen erhielten grundlegende Informationen über den Salafimus als islamistische Strömung, die salafistische Szene in Baden-Württemberg und darüber, warum diese eine große Anziehungskraft auf junge Menschen ausübt. Im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ stellten diverse Vereine, Institutionen und Verlage Beratungs- und Unterstützungsangebote zur (Islamismus-)Prävention vor.

Die Leitung des Symposiums übernahmen Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Frau Claudia Möller, sowie Frau Uta Stumpf-Schmich vom Kultusministerium Baden-Württemberg aus dem dortigen Referat 25 für Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Begleitet wurde die Veranstaltung von Akademiereferentin Frau Bianca Maring.

 


„Herausforderung Frieden: Wie sieht Europa morgen aus?“

Eine Veranstaltung des Schülerwettbewerbs des Landtags, 8. Juni 2016

Schülerwettbewerb des Landtages Baden-Württemberg
© Schülerwettbewerb des Landtags von BW

Insgesamt 25 Schüler*innen kamen auf Einladung des Schülerwettbewerbs des Landtags aus ganz Baden-Württemberg in Stuttgart zusammen, um sich einen Tag lang mit Europas Rolle als Friedensmacht in der Welt zu beschäftigten. Sie stellten sich u. a. auch die Frage, wie wohl das Europa von morgen aussieht. Geleitet wurde das Seminar von Frau Stefanie Hofer, Fachreferentin im Fachbereich Schülerwettberb der LpB. Als Referentin war Frau Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung mit dabei.

Zum Einstieg in den Tag analysierten die Schüler*innen in Kleingruppen Konflikte in ganz unterschiedlichen Regionen der Welt. Anhand von bereitgestellten Materialien, insbesondere von der Internetplattform  www.frieden-fragen.de, schauten sie sich die Lage von der Ukraine bis zum Kongo und nicht zuletzt auch die Rolle Deutschlands im Kontext dieser Konflikte an.

Ein "World-Café" bot im Anschluss daran die Möglichkeit, sich vertieft mit der Rolle Europas in der Welt, als Friedensmacht und Wertegemeinschaft zu beschäftigen. An fünf Tischen wurden Fragen wie z. B. ob Europa an seiner Flüchtlingspolitik zu zerbrechen droht, die Demokratie in Deutschland und Europa in Gefahr sei und ob Europa generell zum Frieden in der Welt beiträgt heiß diskutiert.

Die dabei offen gebliebenen Fragen konnten nach der Mittagspause Herrn Dr. Martin Große Hüttmann von der Universität Tübingen gestellt werden.

Zum Abschluss des Tages wurde an Hand von Beispielen von Friedensmacher*innen aus dem Projekt  Peace Counts school der Frage nachgegangen: „Was hat Frieden eigentlich mit mir zu tun?“ - Die Jugendlichen wurden dazu ermutigt, sich dieser Frage zu stellen und Frieden für sich zu definieren. Gerade in der Abschlussrunde herrschte nach diesem intensiven Tag eine nachdenkliche Stimmung.

Die Rückmeldungen der Schüler*innen zum Tagesseminar waren durchweg positiv. Dies sorgte dafür, dass sie den Wunsch nach noch mehr Seminaren zu diesem Thema äußerten und zugleich Ideen für zahlreiche weitere Seminare und Workshops einbrachten.

Das Tagesprogramm

 


Wo liegt eigentlich Beutelsbach?

Zweite Schulung für Teamer*innen der Friedensbildung an Schulen, 9. April 2016

© Servicestelle Friedensbildung

Die Frage danach, wo Beutelsbach eigentlich liegt, können die Teilnehmer*innen der zweiten Schulung für Teamer*innen der Friedensbildung nun direkt und ohne Zögern beantworten. Komplexer hingegen gestaltet es sich mit den Inhalten, der Bedeutung des  Beutelsbacher Konsens für die politische Bildung und den Konsequenzen, die sich daraus auch für Friedensbildung ergeben. Darauf gibt es keine einfachen Antworten, aber eine Menge spannender Fragen, Kontroversen und hoch aktuellen Bezügen, wie die künftigen Teamer*innen am Samstag, den 9. April 2016 in lebhaften Diskussionen und anhand praktischer Beispiele aus Schule und Unterricht feststellten.

Zusammengekommen waren an diesem Tag eine Runde aus jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die künftig selbst als politische Bildner*innen in der Rolle als Teamer*in an die Schulen in Baden-Württemberg gehen wollen, um dort Workshops zu Themen der Friedensbildung anzubieten. Die eintägige Schulung fand im Georg Zundel Haus der Berghof Foundation in Tübingen statt. Einige der Teilnehmer*innen waren bereits bei der Auftaktschulung vom 5.-7. Februar 2016 im LpB-Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ in Bad Urach zu dem Friedensprojekt  Peace Counts School dabei gewesen. Andere waren neu hinzugekommen. Eine interessante und spannende Gruppe, die selbst eine Menge eigener Erfahrungen und Impulse einbringen konnte!

 


Kontakt Servicestelle

Landeszentrale für
politische Bildung
Baden-Württemberg

Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
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Unterrichtsmaterial

Frieden lernen interaktiv – Projektvorschlag für Schulen

Peace Counts School

Ein pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung „Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher“. Die Ausstellung zeigt Menschen, die in Konfliktregionen verfeindete Lager wieder zusammenbringen und dies mit Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung. Bei Bedarf können Teamer*innen zur Durchführung des pädagogischen Angebotes über die Servicestelle angefragt werden.   weiter

Unterrichtsmaterialien

zur Friedensbildung

Allgemeine Materialien Friedensbildung

Hier  finden Sie ausgewählte themenübergreifende Materialien zur Friedensbildung. Dazu gehören u. a. Recherchehilfen, Hinweise auf Ausstellungen, Hintergrundliteratur sowie fächer- und themenübergreifende Unterrichtsmaterialien.

Unterrichtsmaterial

Ein Leben im Nahostkonflikt

zum Material

Ein  didaktisches Begleitheft zur  DVD „Yehuda Schauls Entscheidung: Das Schweigen brechen!“. Über den Israeli Yehuda Schaul, einen ehemaligen Soldaten, der immer wieder zweifelte er an seinem Einsatz und den israelischen Aktionen, die ihn in große Gewissenskonflikte brachten. Sein Credo: Aufklärung als erster Schritt zu wirklichem Frieden.