Peace Counts – weltweite Initiativen für den Frieden

Workshop am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Mannheim - 22. März 2018

Eigenschaften von Friedensmacher*innen
© Servicestelle Friedensbildung - Welche Eigenschaften bringen Friedensmacher*innen mit? Wir können alle Friedensmacher*innen sein.

Neben den alltäglichen Nachrichten über Krieg und Gewalt wird oft nicht wahrgenommen, wie viele kreative Ansätze es gibt, sich dem entgegenzustellen und sich für Frieden einzusetzen. Genau darauf wird der Fokus in der Ausstellung  Peace Counts – die Erfolge der Friedensmacher gelegt. Sie beruht auf Reportagen über Initiativen, die sich in Konflikt- und Krisenregionen gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander engagieren.

Mit diesen Friedensmacher*innen und ihren Ansätzen beschäftigten sich rund 40 Schüler*innen des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums in Mannheim am 22. März 2018. In dem dreistündigen Workshop sprachen die Elftklässler*innen des Neigungskurses Gemeinschaftskunde darüber, was 'Frieden machen' überhaupt bedeutet und lernten konkrete Beispiele aus Kolumbien und Kenia kennen. 

 


Frieden machen! – aber wie? - Initiativen für den Frieden weltweit und in Deutschland

Projekttag - 15. März 2018, Stuttgart

Gruppenfoto Friedrich-List-Schule Karlsruhe
© Servicestelle Friedensbildung - Gruppenfoto GK-Seminarkurs der Friedrich-List-Schule Karlsruhe auf der Dachterrasse der LpB Baden-Württemberg in Stuttgart

In den Medien kann man täglich lesen und hören wie Frieden nicht funktioniert – mit Kriegen, Waffen und Gewalt. Neben Nachrichten über Militärinterventionen in Syrien oder der verbalen Aufrüstung zwischen den USA und Nordkorea, bleibt wenig Raum für Berichte über Orte wo Frieden gelebt wird und Personen, die sich dafür einsetzen. Einen solchen Raum bot der Projekttag mit den Schüler*innen des GK-Seminarkurses der Friedrich-List-Schule aus Karlsruhe, der am 15. März 2018 in der Landeszentrale für Politische Bildung in Stuttgart stattfand. An diesem Tag stand die Ausstellung Peace Counts im Vordergrund, die kreative Friedensstrategien von Friedensmacher*innen aus der ganzen Welt zeigt und beweist, dass Frieden im Kleinen, mit Personen, die sich für Frieden in ihrem Land einsetzen, beginnt und gelingen kann. Vertieft beschäftigten sich die Schüler*innen in Kleingruppen mit den Konflikten und Friedensstrategien in den Ländern Jordanien, Kolumbien, Nigeria und Ruanda, um dann darüber nachzudenken, ob solche Strategien auch in Deutschland Anwendung finden und Frieden erhalten. Und herrscht überhaupt Frieden in Deutschland? Und wo ist er ggf. gefährdet? Der Tag endete mit einem Brainstorming an Ideen, wie jede und jeder einzelne in seinem Lebensumfeld konkret zum Frieden beitragen kann. Und sei es in der Schule. 

 


Methoden der Friedensbildung in Schule und Unterricht

Schulung und Werkstatt mit und für freie Mitarbeitende – 02.-04. März 2018, Bad Urach

Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) und Claudia Möller (Servicestelle Friedensbildung) vor Peace Counts Poster
© Servicestelle Friedensbildung - Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) und Claudia Möller (Servicestelle Friedensbildung) vor einem der Peace Counts Poster

Bei allen Themen rundum Friedensbildung können sich Schulen und Lehrer*innen an die Servicestelle Friedensbildung wenden. Diese bietet Materialien, Workshops, Ideen für Unterrichtseinheiten und Projekttage zum Thema Frieden und Umgang mit Konflikten. Durchgeführt und gestaltet werden diese zusammen mit freien Mitarbeiter*innen.

Während der dreitägigen Methodenschulung vom 2. bis 4. März 2018 im Tagungszentrum Haus auf der Alb der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, konnten freie Mitarbeiter*innen und Interessierte die Methoden der Friedensbildung kennenlernen, ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern und sich über Fragen und Erfahrungen austauschen. Das Wochenende bot sowohl eine Einführung in die Friedensbildung an sich als auch eine Vorbereitung auf die Durchführung konkreter Methoden an Schulen. Eine der vorgestellten Methoden ist die friedenspädagogische Arbeit mit der Ausstellung Peace Counts. Sie zeigt Reportagen über Friedensmacher*innen aus der ganzen Welt. Einblicke in die Entstehung der Ausstellung und den Friedensjournalismus allgemein konnten die Teilnehmer*innen im persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Tilman Wörtz von der Agentur Zeitenspiegel bekommen, der selbst viele der Reportagen erstellt hat. Zur Vorbereitung auf die konkrete Arbeit in den Schulen, waren zwei Dialogmoderator*innen des Projekts "Dialog macht Schule" aus Stuttgart eingeladen, um sich über herausfordernde Situationen im Umgang mit Gruppen auszutauschen. 

 


Frieden im Religionsunterricht

Religionspädagogischer Tag des Evangelischen Schuldekanats Backnang – 22.02.2018

Religionspädagogischer Tag in Backnang
© Servicestelle Friedensbildung - Vortrag von Claudia Möller (Fachreferentin und Leiterin Servicestelle Friedensbildung) beim Religionspädagogischen Tag in Backnang

Mit der Frage, in welchem Verhältnis Frieden und Religion stehen und wie das Thema Frieden im Religionsunterricht aufgegriffen werden kann, beschäftigten sich rund 50 Religionslehrer*innen im Rahmen eines religionspädagogischen Tages, der am 22. Februar 2018 in Backnang stattfand. Zu Beginn sorgte Dr. Markus Weingardt, Friedensforscher und Bereichsleiter Frieden bei der Stiftung Weltethos in Tübingen, mit seinem Vortrag unter dem Titel "Friedensengel? Brandstifter? Feuerwehr? Die Religionen zwischen Krieg und Frieden" für zentrale Impulse. Claudia Möller, Friedens- und Konfliktforscherin und Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung, griff diese auf, um daran konkrete Zugänge, Anknüpfungspunkte und Umsetzungsbeispiele für "Friedensbildung in der Schule – als ein fächerübergreifendes Anliegen" aufzuzeigen. Am Nachmittag erhielten die Lehrer*innen in Workshops Gelegenheit, Methoden und Unterrichtsbausteine, zu denen u. a. die friedenspädagogische Arbeit mit der Ausstellung  Peace Counts - Die Erfolge der Friedensmacher gehörte, selbst zu erproben und sich über deren Einsatz in der Schule auszutauschen.

 


Peace Counts - Frieden zählt

Zivilgesellschaftliche Friedensinitiativen weltweit - Gymnasium Achern, 5.2.2018

Gymnasium Achern - 5.2.2018
© Servicestelle Friedensbildung

Viele Akteur*innen tragen zum Frieden in der Welt bei, intervenieren in Konflikten und treten ein für ein gewaltfreies Miteinander. Friedensinitiativen gibt es auf globaler, nationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene. In der Berichterstattung aus Krisen- und Konfliktregionen stehen Menschen aus der Zivilgesellschaft mit ihren Friedensinitativen selten im Fokus. Und dabei kann die Entscheidung einer und eines Einzelnen im vermeintlich Kleinen, Veränderungen im Großen bewirken. Das Augenmerk auf kreative Friedensinitiativen und ihre Ausstrahlungskraft zu lenken, war Inhalt eines 3,5 stündigen Workshops mit Schüler*innen eines Gemeinschaftskundekurses der Kursstufe 2 des Gymnasiums Achern. Die Schüler*innen beschäftigten sich an diesem Vormittag mit Konflikten und ihren Verläufen, Bedingungen, die Konflikte eskalieren lassen oder auch zur konstruktiven und gewaltfreien Konfliktbearbeitung beitragen können. Dabei verknüpften sie immer wieder die individuelle mit der gesellschaftlichen und globalen Ebene. Anhand der Reportagen von  Peace Counts - Die Erfolge der Friedensmacher setzten sie sich mit Herausforderungen, Dilemmata und Wirkungen von Friedensmacher*innen aus knapp 30 Regionen der Erde auseinander. 

 


Medien und Frieden?! - Kommunikation in Zeiten von Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien

Seminar mit der Walther-Groz-Schule Albstadt - 16.-18. Januar 2018 im Haus auf der Alb, Bad Urach

© Servicestelle Friedensbildung - Schüler*innen setzen ihr Verhältnis zu WLAN und Social Networks in Szene. Sorgt vernetzt sein für Sicherheit bei uns?

Trägt Berichterstattung in den Medien zum Frieden in unserer Gesellschaft bei oder verunsichert sie uns eher? Wer sind eigentlich "die Medien"? Und wie arbeiten sie? Was macht eine Nachricht aus? – "Only bad news are good news"? Oder verkauft sich Frieden vielleicht doch ganz gut? Welche Rolle nehme ich als Individuum in dem ganzen Mediengeschehen ein?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen rundum "Medien und Frieden", "Medien und Krieg", "Medien und Sicherheit" haben sich rund 50 Schüler*innen der 11. Klassen der Walther-Groz-Schule Albstadt vom 16.-18. Januar 2018 im Haus auf der Alb in Bad Urach beschäftigt. Zum Auftakt gab es ein Gespräch mit dem Journalisten Dr. Knut Krohn von der "Stuttgarter Zeitung", der seit vielen Jahren als Redakteur im Resort Politik arbeitet. Er berichtete darüber, wie sich der Beruf des Journalisten verändert habe, dieser ihm jedoch mehr Spaß mache als je zuvor, trotz zunehmender Herausforderungen in Zeiten von Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien. Daran anknüpfend führten die Schüler*innen an den folgenden Tagen im Seminar die Diskussionen in Workshops weiter. Sie beschäftigten sich mit Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland, schauten in andere Länder, z. B. Russland, lernten Strategien kennen, Fake News zu entlarven und setzten sich mit Sprache in Kriegen und Konflikten auseinander. Im Workshop "Frieden in Bildern" schlüpften sie in die Rolle von Journalist*innen bei der Auswahl von Fotos für Reportagen aus Krisen- und Konfliktregionen und wurden schließlich selbst kreativ bei der Gestaltung von Fotos zu den Themen "Medien und Sicherheit", "Medien und Krieg", Medien und Frieden". 

 


Frieden - mit Religion

Servicestelle Friedensbildung zur Jahrestagung 2017 der religionspädagogischen Institute ptz Stuttgart und RPI Karlsruhe eingeladen

© www.ptz-rpi.de

"Religion und Frieden - wie passt das zusammen?" Unter dieser Fragestellung fand am Montag, den 20. November 2017 im Tagungszentrum Haus Birkach in Stuttgart die gemeinsame Jahrestagung von ptz und RPI statt. Anwesend waren rund 100 Verantwortliche aus Staat und Kirche aus den Bereichen Bildung, Schulverwaltungen und Politik. Im Einladungsschreiben zur Tagung hieß es: Religion - und Frieden? - "Manche sehen darin einen Widerspruch nicht zuletzt angesichts radikalisierter und fundmentalistischer Formen von Religion. Andere betonen gerade deshalb, wie notwendig reflektierte Reglion für das friedleiche Zusammenleben in einer religionsverschiedenen Gesellschaft ist." Das führt zu weiteren Fragen: "Ist religiöse Bildung zugleich auch friedensbildend? Oder besser aus den Bereichen öffentlicher Bildung auszuschließen, wie manche fordern?"

Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung, stellte sich diesen Fragen als Gesprächspartnerin in einem Forum am Nachmittag zum Thema "Mit Arguementen Frieden schaffen - reicht das?" ( Programm der Jahrestagung). Die Diskussion mit den Forenteilnehmer*innen verlief lebhaft und umfasste Themen von deutschen Rüstungsexporten über Argumente für und gegen aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr bis hin zum Austausch über den Umgang mit Konflikten in Schule und Unterricht. Friedensbildung auf allen Ebenen - Konflikte konstruktiv und gewaltfrei bearbeiten. Wie kann das gelingen? Das Forum bot den Raum, konstruktiv und kontrovers darüber nachzudenken.

 


Fortbildungen für Gemeinschaftskundelehrer*innen – RP Karlsruhe

Heidelberg, Rastatt, Bruchsal – 10.-12.10.2017

GK-Fortbildungen - RP Karlsruhe
© www.pixabay.com

Drei Orte, drei Veranstaltungen, zu denen Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung eingeladen war, um den anwesenden GK-Lehrer*innen aus dem Einzugsgebiet des RP Karlsruhe die Angebote der Servicestelle für Schule und Unterricht vorzustellen.

Ab dem Abitur 2018 wird das Thema "Internationale Beziehungen und internationale Politik" neues Schwerpunktthema in der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Gemeinschaftskunde an den baden-württembergischen Gymnasien. Dementsprechend wächst der Bedarf der Lehrer*innen an Materialien, thematischen Strukturierungsvorschlägen und konkreten Unterrichtsentwürfen. Die Servicestelle reagiert darauf mit der Entwicklung auf die Bildungspläne abgestimmten Materialien, die von den Lehrer*innen direkt im Unterricht eingesetzt werden können, sowie Lernarrangements und -settings in Form von Workshops, die von (freien) Mitarbeiter*innen der Servicestelle Friedensbildung mit den Schüler*innen durchgeführt werden.

Weiterführende Informationen zu den Workshop-Angeboten der Servicestelle finden Sie  hier

Materialien zur Bestellung und zum Download finden Sie  hier  

 


Vorstellung der Servicestelle bei Fachtagung: "Aktuelle Herausforderungen der Friedens- und Sicherheitspolitik"

für GK-Lehrer*innen im RP Stuttgart, 14. Juli 2017

D&E Heft Nr. 71
© Titelseite D&E Heft

"Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen stärken“ – Auftrag, Ansatz und Hintergrund der neuen Servicestelle Friedensbildung" war der Vortrag überschrieben, zu dem Claudia Möller, Leiterin und Fachreferentin der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg im Rahmen der Fachtagung zum gleichnamigen  D&E Heft  eingeladen war.

Teil nahmen etwa 100 Gemeinschaftskundelehrer*innen, die diesen Tag nutzten, um sich bei Vorträgen zu Themen wie Frieden, Sicherheit, Pävention und militärische Interventionen zu informieren. An den Gymnasien in Baden-Württemberg wird zudem ab dem Abitur 2018 das Thema "Internationale Beziehungen und internationale Politik" zum neuen Schwerpunktthema in der schriftlichen Abiturprüfung im Fach Gemeinschaftskunde, so dass auch thematische Strukturierungsvorschläge und konkrete Unterrichtsentwürfe vorgestellt, besprochen und dankbar entgegengenommen wurden.

Programm der Fachtagung

Die Fachtagung basierte auf der gleichnamigen Ausgabe 71 der Zeitschrift "Deutschland &
Europa" (D&E), Hrsg. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg  Zur kostenlosen Publikation

 


Gespräch: Friedensbildung in den baden-württembergischen Schulen stärken

Besuch in der neu gegründeten AG Friedensbildung der GEW Baden-Württemberg, 6. Juli 2017

GEW Baden-Württemberg
© www.gew-bw.de

Seit September 2016 existiert die AG Friedensbildung bei der GEW Baden-Württemberg. Sie trifft sich in zweimonatigem Rhythmus in der Landesgeschäftsstelle in der Silcherstraße in Stuttgart. Die AG beschäftigt sich mit grundsätzlichen Fragen der Friedensbildung im Land mit Fokus auf der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg, dem Auftreten der Bundeswehr an Schulen sowie der wachsenden Militarisierung der Gesellschaft.

Am 6. Juli 2017 war Claudia Möller, Leiterin der Servicestelle Friedensbildung bei der LpB Baden-Württemberg zur AG-Sitzung eingeladen, um ihre Arbeit im Rück- und Ausblick vorzustellen, mögliche Kooperationen und Projekte zu überlegen und gemeinsame Themen zu diskutieren.

https://www.gew-bw.de/friedensbildung

 


Workshops für Referendar*innen in Stuttgart und Esslingen

Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung für Gymnasien, Mai/Juni 2017

© www.pixabay.com

Im Mai und Juni fanden insgesamt drei Workshops für Referendar*innen des Faches Gemeinschaftskunde an den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung für Gymnasien in Esslingen und Stuttgart statt.

In jeweils gut zwei Stunden ging es darum, den angehenden Lehrkräften Materialien, Ideen und Methoden für die Umsetzung von Friedensbildung vor allem im Fach Gemeinschaftskunde, jedoch ebenso als fächerübergreifendes Anliegen zu geben. So hatten die Referendar*innen vor dem Hintergrund ihrer Fächerkombinationen die Möglichkeit, sich mit Fragen rundum Begriffe wie Frieden, Krieg, Konflikt und Gewalt sowie deren Verknüpfung mit den Inhalten der Bildungspläne zu beschäftigen. Neben dem praktischen Ausprobieren mitgebrachter Methoden, befassten sich die Referendar*innen mit der Friedens- und Sicherheitslogik als Perspektiverweiterung und -wechsel bei der Betrachtung von Konflikten und deren Bearbeitung.

 


Ausstellung: Peace Counts - die Erfolge der Friedensmacher

zu Gast im LpB Tagungszentrum "Haus auf der Alb" in Bad Urach - 02.-21. Mai 2017

Peace Counts
© Peace Counts

Die Nachrichten sind voll von Berichten über Kriege und Konflikte. Über Frieden zu berichten, erscheint ungleich schwieriger und vor allem weniger interessant. Nach dem Lehrsatz „only bad news are good news“, 'verkauft' sich Frieden – im wahrsten Sinne des Wortes – einfach schlechter. Journalist*innen der Agentur Zeitenspiegel aus Weinstein im Rems-Murr-Kreis bei Stuttgart, haben dies zum Anlass genommen und Reportagen aus zahlreichen Ländern dieser Welt zusammengetragen und veröffentlicht. Sie berichten über Menschen, die sich in Konflikten auf kreative Art und Weise, mal mit Sport, mal per Radio und HipHop oder auch ganz einfach, indem sie Probleme handfest anpacken, mit ganz viel Mut und Überzeugung für mehr Frieden einsetzen. Daraus ist in Zusammenarbeit mit der  Berghof Foundation eine Ausstellung entstanden, die bereits in vielen Ländern dieser Welt zu sehen war und nun vom 2.-21. Mai 2017 im LpB Tagungszentrum "Haus auf der Alb" zu Gast war. Die Berghof Foundation, bis 2012 Institut für Friedenspädagogik Tübingen e. V., entwickelte ein pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung, um friedensbildnerisch mit Gruppen anhand der Reportagen zu arbeiten. Dies wird seit vielen Jahren erfolgreich inner- und außerschulisch getan. So waren auch im Mai Lehrkräfte und Schulklassen u. a. aus Rastatt, Albstatt und Bad Cannstatt für mehrere Tage in Bad Urach, um die Ausstellung kennen zu lernen.

Hier sehen Sie Impressionen aus der Ausstellung im Haus auf der Alb:

Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Walther-Groz-Schule Albstadt
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
Fachtag Religionspädagogik Ev. LK Württemberg
   

Diese 'große' Peace Counts Ausstellung gibt es auch in einer mobileren Poster-Variante, mit der Mitarbeiter*innen der Servicestelle Friedensbildung auch gerne zu Ihnen, z. B. an die Schule kommen, um mit Schulklassen friedenspädagogisch zu arbeiten  weitere Informationen

Schreiben Sie uns einfach oder rufen Sie uns an  Kontakt

 


Workshop: Wo bitte geht's zur Demokratie?!

Teamer*innen- und Multiplikator*innen-Schulung - Stuttgart, 8. April 2017

© Servicestelle Friedensbildung

Was ist meine Rolle als politische*r Bildner*in? Was macht für mich ein Miteinander aus? Stoße ich nicht selbst manchmal an die Grenzen meiner ganz persönlichen Vorstellungen von einer demokratischen Gesellschaft und falls ja, wo?

Diesen und weiteren Fragen wurden in dem Workshop „Wo bitte geht´s zur Demokratie?!“ der Servicestelle Friedensbildung nachgegangen werden. Teamer*innen und freie Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Fachbereiche der LpB Baden-Württemberg sowie  Multiplikator*innen aus der politischen Bildung kamen in den Räumen des baden-württembergischen Landtags zusammen, um mit Hilfe der BETZAVTA (dt. Miteinander)-Methode die eigenen Einstellungen innerhalb einer – auf den ersten Blick – spielerischen Situation, zu reflektieren.

Das in Israel durch das Adam-Institut entwickelte Demokratie-Training bietet u. a. die Möglichkeit, sich mit demokratischen Prinzipien und Prozessen auseinander zu setzen und sie vor allem erlebbar zu machen. Dabei geht es darum, die eigenen Handlungsmuster zu beleuchten und zu hinterfragen, um andere – vielleicht gegenläufige – Positionen zur Demokratie besser verstehen zu können.

Als konkretes Beispiel wurde an dem Thema Informationsfluss und Wissensvermittlung gearbeitet. Sind in einer Demokratie für alle die gleichen Informationen verfügbar? Werden manchmal bewusst Informationen zurück gehalten und wenn ja, warum? Diese und weitere Fragen sind auch Inhalt politischer Bildung: wie wählen wir als politische Bildner*innen Themen aus? Wie ‚vermitteln‘ wir Demokratie? Und wie schaffen wir Kontroversität, wenn wir sie womöglich selbst nicht abbilden oder ‚blinde Flecken‘ haben? Die Bewusstmachung dieser Prozesse kann die eigene Wahrnehmung schärfen, um auch künftig für Demokratie einzustehen und alle – Themen und Menschen – mit einzubeziehen.

Mit intensiven Eindrücken aus dieser selbstreflexiven Arbeit endete der Workshop am Nachmittag. Weitere Veranstaltungen dieser Art sollen auch in Zukunft angeboten werden.

 


Kontakt Servicestelle

Landeszentrale für
politische Bildung
Baden-Württemberg

Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
Ihre Nachricht an uns

Beitrag von Prof. Uli Jäger im "SYM" Magazin der Evangelischen Akademie Bad Boll erschienen

Im Nachgang zur Streitschlichter-Tagung 2018 weist Prof. Jäger in seinem Beitrag auf die Bedeutung der Friedensbildung als übergeordnete Größe hin. Auch strukturelle Gewalt- und Konfliktursachen müssen erkundet werden, um unser Verhalten wirklich zu verändern. Die Streitschlichter-Tagungen zeigen Möglichkeiten auf, wie Streit geschlichtet und der Schulfrieden wieder hergestellt werden kann.  Lesen Sie hier den Beitrag

Erschienen - Erziehung zur Friedensliebe

Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg

"Erziehung zur Friedensliebe. Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg"
© Nomos Verlag

Die Landesverfassung nennt Friedensliebe als ein Ziel von Erziehung für die Schulen und Hochschulen. Worin liegen die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen dieses ambitionierten Erziehungszieles? Der Band beleuchtet aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und juristischer Perspektive die normativen Grundlagen des Friedensliebe-Begriffs.  Leseprobe (Beitrag von Uli Jäger) und  Bestellung

Unterrichtsmaterial

Frieden lernen interaktiv – Projektvorschlag für Schulen

Peace Counts School

Ein pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung „Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher“. Die Ausstellung zeigt Menschen, die in Konfliktregionen verfeindete Lager wieder zusammenbringen und dies mit Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung. Bei Bedarf können Teamer*innen zur Durchführung des pädagogischen Angebotes über die Servicestelle angefragt werden.   weiter

Unterrichtsmaterialien

zur Friedensbildung

Allgemeine Materialien Friedensbildung

Hier  finden Sie ausgewählte themenübergreifende Materialien zur Friedensbildung. Dazu gehören u. a. Recherchehilfen, Hinweise auf Ausstellungen, Hintergrundliteratur sowie fächer- und themenübergreifende Unterrichtsmaterialien.

Unterrichtsmaterial

Ein Leben im Nahostkonflikt

zum Material

Ein  didaktisches Begleitheft zur  DVD „Yehuda Schauls Entscheidung: Das Schweigen brechen!“. Über den Israeli Yehuda Schaul, einen ehemaligen Soldaten, der immer wieder zweifelte er an seinem Einsatz und den israelischen Aktionen, die ihn in große Gewissenskonflikte brachten. Sein Credo: Aufklärung als erster Schritt zu wirklichem Frieden.