Betzavta - ein Trainingsprogramm zur Demokratie- und Friedensbildung

© Holger Appenzeller, 2007

»Miteinander« – die deutsche Übersetzung des hebräischen Wortes »Betzavta« – beschreibt das Ziel dieses Trainingsprogramms zur Demokratie- und Friedensbildung sehr genau. Es geht um das Erlernen und Begreifen eines demokratischen und friedlichen/friedvollen Miteinanders in der Gesellschaft. Durch meist spielerische Aktivitäten werden in sehr eindrucksvoller Weise demokratische Prinzipien und Konfliktbearbeitungsstrategien für den Alltag erfahrbar gemacht. Die Methoden von Betzavta stellen die Lebenswelt und Individualität der Teilnehmer*innen in den Mittelpunkt. Durch den erfahrungsorientierten Ansatz, der sich von herkömmlichen Formen politischer Bildung stark unterscheidet, wird ein sehr persönlicher und emotionaler Zugang zu den Inhalten geschaffen.

Betzavta wurde vom Jerusalemer ADAM-Institut als Konzept zur Demokratie- und Friedenserziehung entwickelt und kann im schulischen und außerschulischen Bereich sinnvoll eingesetzt werden.

Claudia Möller, Leiterin der Servicestelle Friedensbildung ist zertifizierte Betzavta-Trainerin und bietet gemeinsam mit der LpB-Stabsstelle Demokratie stärken!, der Evangelischen Akademie Bad Boll und  Diversity Works die modulare Ausbildung zur zertifizierten Trainer*in bei der LpB an. Weitere Informationen unter  Veranstaltungen und bei  Claudia.Moeller@remove-this.lpb.bwl.de und telefonisch unter 07125-152-135

 


"Hass, Gewalt, Krieg – wie Jugendliche zum Frieden bilden? Lehren aus der Vergangenheit und friedenspädagogische Ansätze für heute"

7.-9.11.2018 - Landesakademie Standort Comburg

© Servicestelle Friedensbildung

Der Austrag von Konflikten mit Gewalt ist ein Mittel, zu dem Kinder und Jugendliche greifen, wenn sie keine Alternativen sehen. Gerade in der Adoleszenz, wenn sie auf der Suche sind nach Orientierung, sind junge Menschen anfällig für vermeintlich attraktive Ideologien und damit verbundenen von Gewaltbereitschaft geprägten Handlungsmustern. In der Geschichte begegnen uns die Begeisterung für Krieg und Hass in den beiden Weltkriegen. Insbesondere der Erste Weltkrieg ist ein Paradebeispiel dafür, wie Propaganda gezielt zur Anwerbung von Jugendlichen für den Krieg eingesetzt wurde. Auch heute werden Jugendliche gezielt über die unterschiedlichsten Kanäle angesprochen, um bei Ihnen Hass gegenüber ganzen Menschengruppen zu schüren und Gewaltbereitschaft zu erzeugen. Die Schule als Lernort bietet die Chance, das Phänomen der Gewalt(-bereitschaft) fächerübergreifend zu thematisieren, geschichtlich, politisch, ethisch, religiös etc. und hat zudem den Auftrag einer "Erziehung zur Friedensliebe" (Art. 12 LV Baden-Württemberg).

Zu diesen Themen führte die Servicestelle Friedensbildung vom 7.-9.11.2018 eine Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten und Fächer der Sekundarstufe II an der Landesakademie am Standort Comurg durch. Referent*innen waren Prof. Dr. Kurt Möller von der Hochschule Esslingen, Prof. Uli Jäger, Dr. Nicole Rieber und Cassandra Schützko von der Berghof Foundation, Christina Lefarth, Praktikantin bei der Servicestelle Friedensbildung, sowie Jannes Rupf von #fairspeech, ein Projekt des Internationalen Bund e. V. Die Leitung übernahm Claudia Möller, Leiterin der Servicesetelle Friedensbildung Baden-Württemberg.

 


Tagung: Globale Ziele (SDGs) - Unterschiedliche Perspektiven darauf?!

27. – 28. September 2018, Haus auf der Alb, Bad Urach

© Servicestelle Friedensbildung

Die Perspektiven der Bereiche Friedensbildung, Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung auf die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen standen im Zentrum dieser Tagung.

"The Global Goals" (SDGs) – 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, umfassen die dringlichsten Fragen unserer Zeit. Sie wurden im September 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im Rahmen des Weltzukunftsvertrags "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Die internationale Gemeinschaft bringt darin zum Ausdruck, dass sie anerkennt, dass die Welt vor großen Herausforderungen steht, die sich nur gemeinsam lösen lassen. Und die Erfahrung zeigt, dass die Bearbeitung komplexer Herausforderungen ebenso interdisziplinäre wie multiperspektivische (Lösungs-)Strategien erfordert. Friedensbildung, Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung – alle haben diese globalen Ziele im Blick. Insbesondere aber nicht ausschließlich die SDGs 4, 5, 16 und 17. Während der Tagung wurde intensiv diskutiert und wurden Meinungen zu Fragen ausgetauscht wie z. B. welche Perspektiven haben sie darauf? Welche teilen sie? Welche (gemeinsamen) Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Die Tagung machte dabei Perspektiven sichtbar, um sie gemeinsam zu reflektieren, Synergien zu identifizieren, gemeinsam zu denken und zu handeln.

Die Tagung war eine gemeinsame Veranstaltung zahlreicher Netzwerkpartner*innen der Servicestelle Friedensbildung. Anfang 2019 wird es eine online abrufbare Dokumentation der Tagung auf der Website der Servicestelle geben.

 


Globale Ressourcen und Ressourcenverbrauch – was hat das mit mir und dem Frieden in der Welt zu tun?

Stuttgart, Schuljahr 2017/2018

Workshop Dillmann-Gymnasium Stuttgart
© Servicestelle Friedensbildung

Im Rahmen des Pilotprojekts "SDG4 – Global Citizenship / Weltbürgerschaft für Jugendliche in Baden-Württemberg", durchgeführt von Engagement Global, werden im Schuljahr 2017/2018 die ersten Schüler*innen in Baden-Württemberg Global Citizen. Was aber bedeutet es "Global Citizen" zu sein? - Es bedeutet, Herausforderungen zu erkennen, vor denen die Weltgemeinschaft steht und die eigene Rolle darin zu finden, Gestaltungsräume zu sehen und sie aktiv zu nutzen. All das verbirgt sich hinter diesem 'Titel'. Um die Schüler*innen darauf vorzubereiten und fit für die 'Weltbürger*innenschaft' zu machen, beschäftigen sich die Kinder und Jugendlichen in diesem Frühjahr mit ganz unterschiedlichen Themen in diesem Transformationsprozess der Welt. Dabei geht es darum, globale Zusammenhänge zu verstehen, eine nachhaltige Lebensweise zu führen, Vielfalt als Chance zu sehen und motiviert zu werden, selbst eine aktive Rolle als (Mit-)Gestalter*innen der Welt von Morgen zu übernehmen.

Die Servicestelle Friedensbildung ist an diesem (Lern-)Prozess gemeinsam mit der Berghof Foundation und freien Mitarbeiter*innen im Rahmen diverser Workshops an unterschiedlichen Schulen von der 5. bis zur 11. Klasse, in Klassenverbänden und Kursen beteiligt. Unter der Fragestellung "Globale Ressourcen und Ressourcenverbrauch – was hat das mit mir und Frieden in der Welt zu tun?" führt sie methodisch-bunte Workshops zwischen zwei und vier Schulstunden durch. In den Workshops wird über Ressourcen und Wertstoffe wie Wasser und Plastik gesprochen, der Umgang mit ihnen reflektiert und schließlich alles in Beziehung zu Frieden und der Lebenswelt der Schüler*innen gesetzt. 

Im Herbst 2018 wartet eine große Abschlussveranstaltung im Stuttgarter Rathaus auf die Schüler*innen, bei der sie feierlich ihre 'Pässe' als Global Citizen überreicht bekommen werden.

Flyer zum Pilotprojekt

 


Frieden ist für alle da?!

Workshop - Eine Kampagne für ein friedliches Miteinander auf unserem Kontinent in Text und Bild - Europatag 2018, Stuttgart

Zukunftswerkstatt "Europa Gemeinsam Gestalten"
© Servicestelle Friedensbildung

Am 9. Mai, dem offiziellen Europatag, trafen sich Jugendliche des Internationalen Bundes (IB) im Rahmen einer Zukunftswerkstatt im Hospitalhof in Stuttgart, um sich einen Tag lang Gedanken über die Zukunft Europas zu machen. Unter dem Motto "Europa Gemeinsam Gestalten" fanden kreative Workshops statt. Auch die Servicestelle war mit einem Angebot zum Thema "Frieden ist für alle da?!" vertreten. Gemeinsam mit Stefanie Steinbauer, freier Mitarbeiterin der Servicestelle Friedensbildung, beäugten die Jugendlichen konstruktiv-kritisch die "Friedensmacht Europa". Ausgehend von der Frage, ob denn nun wirklich alle Menschen in Europa am Frieden teilhaben können und dürfen, wurden die Themen Fremdenfeindlichkeit, Armut, Islamophobie, Gender Equality und Homophobie aufgegriffen. In Kampagnen im Text-Bild-Format wurde dabei skizziert, wie auf diese drängenden Fragen, Themen und Probleme in Europa stärker aufmerksam gemacht werden könnte. Gerahmt wurden die Kampagnen durch Inputs zu dem Phänomen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und Gesprächen über gemeinsame Werte und Normen. Die Teilnehmer*innen konnten so eigene Wertevorstellungen mit anderen abgleichen, besprechen und schließlich in europäischem Kontext (über-)denken.

Programm des Tages

 


Peace Counts – weltweite Initiativen für den Frieden

Workshop am Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Mannheim - 22. März 2018

Eigenschaften von Friedensmacher*innen
© Servicestelle Friedensbildung - Welche Eigenschaften bringen Friedensmacher*innen mit? Wir können alle Friedensmacher*innen sein.

Neben den alltäglichen Nachrichten über Krieg und Gewalt wird oft nicht wahrgenommen, wie viele kreative Ansätze es gibt, sich dem entgegenzustellen und sich für Frieden einzusetzen. Genau darauf wird der Fokus in der Ausstellung  Peace Counts – die Erfolge der Friedensmacher gelegt. Sie beruht auf Reportagen über Initiativen, die sich in Konflikt- und Krisenregionen gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander engagieren.

Mit diesen Friedensmacher*innen und ihren Ansätzen beschäftigten sich rund 40 Schüler*innen des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums in Mannheim am 22. März 2018. In dem dreistündigen Workshop sprachen die Elftklässler*innen des Neigungskurses Gemeinschaftskunde darüber, was 'Frieden machen' überhaupt bedeutet und lernten konkrete Beispiele aus Kolumbien und Kenia kennen. 

 


Frieden machen! – aber wie? - Initiativen für den Frieden weltweit und in Deutschland

Projekttag - 15. März 2018, Stuttgart

Gruppenfoto Friedrich-List-Schule Karlsruhe
© Servicestelle Friedensbildung - Gruppenfoto GK-Seminarkurs der Friedrich-List-Schule Karlsruhe auf der Dachterrasse der LpB Baden-Württemberg in Stuttgart

In den Medien kann man täglich lesen und hören wie Frieden nicht funktioniert – mit Kriegen, Waffen und Gewalt. Neben Nachrichten über Militärinterventionen in Syrien oder der verbalen Aufrüstung zwischen den USA und Nordkorea, bleibt wenig Raum für Berichte über Orte wo Frieden gelebt wird und Personen, die sich dafür einsetzen. Einen solchen Raum bot der Projekttag mit den Schüler*innen des GK-Seminarkurses der Friedrich-List-Schule aus Karlsruhe, der am 15. März 2018 in der Landeszentrale für Politische Bildung in Stuttgart stattfand. An diesem Tag stand die Ausstellung Peace Counts im Vordergrund, die kreative Friedensstrategien von Friedensmacher*innen aus der ganzen Welt zeigt und beweist, dass Frieden im Kleinen, mit Personen, die sich für Frieden in ihrem Land einsetzen, beginnt und gelingen kann. Vertieft beschäftigten sich die Schüler*innen in Kleingruppen mit den Konflikten und Friedensstrategien in den Ländern Jordanien, Kolumbien, Nigeria und Ruanda, um dann darüber nachzudenken, ob solche Strategien auch in Deutschland Anwendung finden und Frieden erhalten. Und herrscht überhaupt Frieden in Deutschland? Und wo ist er ggf. gefährdet? Der Tag endete mit einem Brainstorming an Ideen, wie jede und jeder einzelne in seinem Lebensumfeld konkret zum Frieden beitragen kann. Und sei es in der Schule. 

 


Methoden der Friedensbildung in Schule und Unterricht

Schulung und Werkstatt mit und für freie Mitarbeitende – 02.-04. März 2018, Bad Urach

Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) und Claudia Möller (Servicestelle Friedensbildung) vor Peace Counts Poster
© Servicestelle Friedensbildung - Tilman Wörtz (Agentur Zeitenspiegel) und Claudia Möller (Servicestelle Friedensbildung) vor einem der Peace Counts Poster

Bei allen Themen rundum Friedensbildung können sich Schulen und Lehrer*innen an die Servicestelle Friedensbildung wenden. Diese bietet Materialien, Workshops, Ideen für Unterrichtseinheiten und Projekttage zum Thema Frieden und Umgang mit Konflikten. Durchgeführt und gestaltet werden diese zusammen mit freien Mitarbeiter*innen.

Während der dreitägigen Methodenschulung vom 2. bis 4. März 2018 im Tagungszentrum Haus auf der Alb der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, konnten freie Mitarbeiter*innen und Interessierte die Methoden der Friedensbildung kennenlernen, ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern und sich über Fragen und Erfahrungen austauschen. Das Wochenende bot sowohl eine Einführung in die Friedensbildung an sich als auch eine Vorbereitung auf die Durchführung konkreter Methoden an Schulen. Eine der vorgestellten Methoden ist die friedenspädagogische Arbeit mit der Ausstellung Peace Counts. Sie zeigt Reportagen über Friedensmacher*innen aus der ganzen Welt. Einblicke in die Entstehung der Ausstellung und den Friedensjournalismus allgemein konnten die Teilnehmer*innen im persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Tilman Wörtz von der Agentur Zeitenspiegel bekommen, der selbst viele der Reportagen erstellt hat. Zur Vorbereitung auf die konkrete Arbeit in den Schulen, waren zwei Dialogmoderator*innen des Projekts "Dialog macht Schule" aus Stuttgart eingeladen, um sich über herausfordernde Situationen im Umgang mit Gruppen auszutauschen. 

 


Frieden im Religionsunterricht

Religionspädagogischer Tag des Evangelischen Schuldekanats Backnang – 22.02.2018

Religionspädagogischer Tag in Backnang
© Servicestelle Friedensbildung - Vortrag von Claudia Möller (Fachreferentin und Leiterin Servicestelle Friedensbildung) beim Religionspädagogischen Tag in Backnang

Mit der Frage, in welchem Verhältnis Frieden und Religion stehen und wie das Thema Frieden im Religionsunterricht aufgegriffen werden kann, beschäftigten sich rund 50 Religionslehrer*innen im Rahmen eines religionspädagogischen Tages, der am 22. Februar 2018 in Backnang stattfand. Zu Beginn sorgte Dr. Markus Weingardt, Friedensforscher und Bereichsleiter Frieden bei der Stiftung Weltethos in Tübingen, mit seinem Vortrag unter dem Titel "Friedensengel? Brandstifter? Feuerwehr? Die Religionen zwischen Krieg und Frieden" für zentrale Impulse. Claudia Möller, Friedens- und Konfliktforscherin und Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung, griff diese auf, um daran konkrete Zugänge, Anknüpfungspunkte und Umsetzungsbeispiele für "Friedensbildung in der Schule – als ein fächerübergreifendes Anliegen" aufzuzeigen. Am Nachmittag erhielten die Lehrer*innen in Workshops Gelegenheit, Methoden und Unterrichtsbausteine, zu denen u. a. die friedenspädagogische Arbeit mit der Ausstellung  Peace Counts - Die Erfolge der Friedensmacher gehörte, selbst zu erproben und sich über deren Einsatz in der Schule auszutauschen.

 


Peace Counts - Frieden zählt

Zivilgesellschaftliche Friedensinitiativen weltweit - Gymnasium Achern, 5.2.2018

Gymnasium Achern - 5.2.2018
© Servicestelle Friedensbildung

Viele Akteur*innen tragen zum Frieden in der Welt bei, intervenieren in Konflikten und treten ein für ein gewaltfreies Miteinander. Friedensinitiativen gibt es auf globaler, nationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene. In der Berichterstattung aus Krisen- und Konfliktregionen stehen Menschen aus der Zivilgesellschaft mit ihren Friedensinitativen selten im Fokus. Und dabei kann die Entscheidung einer und eines Einzelnen im vermeintlich Kleinen, Veränderungen im Großen bewirken. Das Augenmerk auf kreative Friedensinitiativen und ihre Ausstrahlungskraft zu lenken, war Inhalt eines 3,5 stündigen Workshops mit Schüler*innen eines Gemeinschaftskundekurses der Kursstufe 2 des Gymnasiums Achern. Die Schüler*innen beschäftigten sich an diesem Vormittag mit Konflikten und ihren Verläufen, Bedingungen, die Konflikte eskalieren lassen oder auch zur konstruktiven und gewaltfreien Konfliktbearbeitung beitragen können. Dabei verknüpften sie immer wieder die individuelle mit der gesellschaftlichen und globalen Ebene. Anhand der Reportagen von  Peace Counts - Die Erfolge der Friedensmacher setzten sie sich mit Herausforderungen, Dilemmata und Wirkungen von Friedensmacher*innen aus knapp 30 Regionen der Erde auseinander. 

 


Medien und Frieden?! - Kommunikation in Zeiten von Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien

Seminar mit der Walther-Groz-Schule Albstadt - 16.-18. Januar 2018 im Haus auf der Alb, Bad Urach

© Servicestelle Friedensbildung - Schüler*innen setzen ihr Verhältnis zu WLAN und Social Networks in Szene. Sorgt vernetzt sein für Sicherheit bei uns?

Trägt Berichterstattung in den Medien zum Frieden in unserer Gesellschaft bei oder verunsichert sie uns eher? Wer sind eigentlich "die Medien"? Und wie arbeiten sie? Was macht eine Nachricht aus? – "Only bad news are good news"? Oder verkauft sich Frieden vielleicht doch ganz gut? Welche Rolle nehme ich als Individuum in dem ganzen Mediengeschehen ein?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen rundum "Medien und Frieden", "Medien und Krieg", "Medien und Sicherheit" haben sich rund 50 Schüler*innen der 11. Klassen der Walther-Groz-Schule Albstadt vom 16.-18. Januar 2018 im Haus auf der Alb in Bad Urach beschäftigt. Zum Auftakt gab es ein Gespräch mit dem Journalisten Dr. Knut Krohn von der "Stuttgarter Zeitung", der seit vielen Jahren als Redakteur im Resort Politik arbeitet. Er berichtete darüber, wie sich der Beruf des Journalisten verändert habe, dieser ihm jedoch mehr Spaß mache als je zuvor, trotz zunehmender Herausforderungen in Zeiten von Fake News, Populismus und Verschwörungstheorien. Daran anknüpfend führten die Schüler*innen an den folgenden Tagen im Seminar die Diskussionen in Workshops weiter. Sie beschäftigten sich mit Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland, schauten in andere Länder, z. B. Russland, lernten Strategien kennen, Fake News zu entlarven und setzten sich mit Sprache in Kriegen und Konflikten auseinander. Im Workshop "Frieden in Bildern" schlüpften sie in die Rolle von Journalist*innen bei der Auswahl von Fotos für Reportagen aus Krisen- und Konfliktregionen und wurden schließlich selbst kreativ bei der Gestaltung von Fotos zu den Themen "Medien und Sicherheit", "Medien und Krieg", Medien und Frieden". 

 


Kontakt Servicestelle

Landeszentrale für
politische Bildung
Baden-Württemberg

Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
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Die Servicestelle Friedensbildung im Geschäftsbericht 2018 der LpB Baden-Württemberg

Zu den Beiträgen in den LpB-Geschäftsberichten 2017 und 2016 gelangen Sie über die Website der LpB - Publikationen - alle Publikationen - Baden-Württemberg oder  klicken Sie hier

Beitrag von Prof. Uli Jäger im "SYM" Magazin der Evangelischen Akademie Bad Boll erschienen

Im Nachgang zur Streitschlichter-Tagung 2018 weist Prof. Jäger in seinem Beitrag auf die Bedeutung der Friedensbildung als übergeordnete Größe hin. Auch strukturelle Gewalt- und Konfliktursachen müssen erkundet werden, um unser Verhalten wirklich zu verändern. Die Streitschlichter-Tagungen zeigen Möglichkeiten auf, wie Streit geschlichtet und der Schulfrieden wieder hergestellt werden kann.  Lesen Sie hier den Beitrag

Erschienen - Erziehung zur Friedensliebe

Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg

"Erziehung zur Friedensliebe. Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg"
© Nomos Verlag

Die Landesverfassung nennt Friedensliebe als ein Ziel von Erziehung für die Schulen und Hochschulen. Worin liegen die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen dieses ambitionierten Erziehungszieles? Der Band beleuchtet aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und juristischer Perspektive die normativen Grundlagen des Friedensliebe-Begriffs.  Leseprobe (Beitrag von Uli Jäger) und  Bestellung

Unterrichtsmaterial

Frieden lernen interaktiv – Projektvorschlag für Schulen

Peace Counts School

Ein pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung „Peace Counts. Die Erfolge der Friedensmacher“. Die Ausstellung zeigt Menschen, die in Konfliktregionen verfeindete Lager wieder zusammenbringen und dies mit Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung. Bei Bedarf können Teamer*innen zur Durchführung des pädagogischen Angebotes über die Servicestelle angefragt werden.   weiter

Unterrichtsmaterialien

zur Friedensbildung

Allgemeine Materialien Friedensbildung

Hier  finden Sie ausgewählte themenübergreifende Materialien zur Friedensbildung. Dazu gehören u. a. Recherchehilfen, Hinweise auf Ausstellungen, Hintergrundliteratur sowie fächer- und themenübergreifende Unterrichtsmaterialien.