Streitkultur 3.0

Zur Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Phänomenen im digitalen Raum

Inhalte und Ziele

YouTube, Instagram, Snapchat, Twitter - Die Nutzung verschiedener digitaler Plattformen gehört für die meisten jungen Menschen zum Alltag. Fast immer kommt dafür das Smartphone zum Einsatz. Während sich junge Menschen meist wie selbstverständlich mit dem Smartphone in digitalen Räumen bewegen und ausdrücken, bleibt oft kaum Zeit für kritisches Hinterfragen und Reflektieren der Netzinhalte und auch das eigene Nutzungsverhalten.

Zudem beschränkt sich die Nutzung des Smartphones meist auf die Freizeit der Jugendlichen, da das Gerät bislang selten als Lernmedium in der schulischen oder außerschulischen Bildung zum Einsatz kommt. Vielmehr ist seine Anwesenheit im schulischen Kontext unerwünscht oder sogar verboten.

Das Projekt Streitkultur 3.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und will zur kritischen Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Netzphänomenen anregen. In fünf Workshops beschäftigen sich die Schüler*innen mit Themen wie Hate Speech, Desinformation, Bots und Algorithmen, Verantwortung im Netz und Engagement im Netz.

In Dialoglaboren erarbeiten sich Schüler*innen anhand der Lern-App Streitkultur 3.0 in Online- wie auch Offline-Phasen Wissen und themenspezifische Handlungsoptionen. Digitale Impulse bilden die Basis für Gruppenarbeiten sowie regen Diskussionen, sowohl in Kleingruppen als auch im Plenum, an. Dies stärkt ihr Bewusstsein für die Bedeutung eines friedlichen Zusammenlebens und demokratischen Werten im Netz und fördert friedenspädagogische Medienkompetenzen.

Die Dauer des Workshops kann individuell angepasst werden - zwischen 1,5 -2,5 Stunden.

Methode: Workshop mit Lern-App Streitkultur 3.0 mit pädagogischer Begleitung und Anleitung
Ort: in oder außerhalb der Schule (nach Absprache)
Zielgruppe: SuS ab Klasse 9 aller Schularten
Umfang: 1,5 bis 2,5 Zeitstunden (2-4 Schulstd.)
Max. Teilnehmendenzahl: 30 Schüler*innen pro Veranstaltung

Besonderheiten:
Es werden Smartphones und Earphones/Kopfhörer der Schüler*innen benötigt. Dabei ist es auch möglich, mit mehreren Personen jeweils ein Smartphone zu benutzen, falls nicht jede*r ein eigenes Smartphone zur Verfügung hat. Ein portables WLAN kann bei Bedarf von den Workshop-Leiter*innen mitgebracht werden.

Exemplarischer Ablauf des Workshops (2 Schulstunden):

  • Begrüßung, Vorstellung und Hinführung zum Thema
  • Modul 1: Ist das Fake oder Fakt?
  • Modul 2: Begriffe definieren und praktischen Beispielen zuordnen (Fake News, Falschmeldung, Verschwörungstheorie, Clickbaiting, Satire, Phishing)
  • Modul 3: Wie lassen sich „Fake News“ erkennen?  (Erstellung einer Checkliste)
     

Bildungsplanbezug:

Friedensbildung ist in der Präambel zu den neuen Bildungsplänen 2016 als eines der zentralen Felder vernetzten und nachhaltigen Lernens genannt. Darüber hinaus findet sie sich in der Leitperspektive BNE konkretisiert durch den Begriff der "Friedensstrategien" und auch in den einzelnen Fachplänen ist "Frieden" als Thema in all seinen Facetten zu finden. Nicht zuletzt heißt es in Artikel 12 der baden-württembergischen Landesverfassung, dass die Jugend zur "Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe" zu erziehen ist. Dies ist u. a. Aufgabe der Schulen des Landes -  lesen Sie hier weiter

Medienbildung wird als exemplarischer Bezugspunkt im  "Leitfaden Demokratiebildung. Schule für Demokratie, Demokratie für Schule" benannt. Zudem wird Medienkompetenz als eigenes Kompetenzfeld herausgestellt, wobei auch Kenntnisse und Sensibilität gegenüber über Netzphänomene im digitalen Zeitalter, wie beispielsweise die Problematik von Filterblasen, die Funktionsweise von Algorithmen oder der Verbreitung von Fake News benannt werden.

Buchung und Kontakt:

Der Workshop wird von Teamer*innen der Berghof Foundation durchgeführt. Termine und Konditionen sind direkt bei der Servicestelle zu erfragen  Kontakt

 


 

Die Servicestelle Friedensbildung sucht immer neue Teamer*innen für Workshops und Angebote an Schulen. Bei Interesse bitte einfach telefonisch melden bei Claudia Möller unter 07125.152.135 oder per E-Mail an  claudia.moeller@remove-this.lpb.bwl.de

Flyer der Servicestelle Friedensbildung  zum Download

Träger der Servicestelle Friedensbildung