Liebe*r Leser*in,  

Wasser ist eine unserer wertvollsten, wenn nicht sogar die wertvollste Ressource, die wir auf der Erde haben und dringend benötigen. Gerade deswegen ist sie auch sehr häufig Gegenstand von Konflikten und nicht selten kriegerischen Auseinandersetzungen. In vielen Regionen der Welt herrscht Wassermangel oder ist Wasser ungleich verteilt. So schreibt UNICEF zum gestrigen Weltwassertag: "2,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Eine unfassbare Zahl. Rund 785 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser." (https://www.unicef.de).   

Am 28. Juli 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Resolution 64/292 das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Die Resolution ist mit 122 Mitgliederstimmen angenommen worden. 41 Staaten haben sich ihrer Stimme enthalten. ohne das Recht auf sauberes Wasser sind andere Rechte, wie z. B. das Recht auf Leben, das Recht auf Nahrung und der Schutz vor Hunger, das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sowie eine angemessene medizinische Versorgung jedoch (fast) nicht zu erreichen (https://www.menschenrechtsabkommen.de). Letzteres Recht ist gerade in dieser Zeit essentiell und regt uns zum Nachdenken an. In Deutschland, Europa und der übrigen westlichen Welt werden wir aufgerufen, noch regelmäßiger als zuvor unsere Hände zu waschen. Wir müssen dies nur umsetzen. Das saubere Wasser steht uns zur Verfügung. Was aber sollen Menschen ohne diesen Zugang tun? Es trifft vor allem Menschen und ganze Familien in den ärmeren Regionen der Welt – und dort vor allem in den ländlichen Gebieten.

Diese Handreichnung soll Schüler*innen der Grundschule und Sekundarstufe I dazu anregen, über Wasser als Ressource und Gegenstand von Konflikten nachzudenken. Damit verbunden sind Fragen nach dem eigenen Umgang mit Wasser und der Entwicklung von Ideen, wie Wasser als Grundlage allen Lebens gerechter verteilt werden kann, um ein friedvolles Miteinander zu wahren.

Mehrmals jährlich gibt Ihnen dieses Periodikum Hinweise und Anregungen zur Friedensbildung an Schulen. Wir greifen aktuelle Diskussionen auf und verknüpfen sie mit bewährten friedenspädagogischen Methoden. Zur fächer- und schulartübergreifenden Umsetzung im Unterricht finden Sie auf den Seiten zwei und drei Druck-/Kopiervorlagen mit konkreten Bausteinen für den Unterricht. Gleich auf der ersten Seite unten finden Sie Beispiele für sinnvolle Anbindungen an die Bildungspläne verschiedener Fächer, Klassenstufen und Schularten. In der Online-Version haben Sie die Möglichkeit, durch Klicken der Icons - oder offline dem Scannen der QR-Codes - weiterführende Links zu Arbeits- und Merkblättern zu nutzen und exklusiv hinterlegte Verlinkungen anzusehen. Auf der vierten Seite finden Sie alternierend aktuelle Informationen aus der Servicestelle Friedensbildung, weitere Hinweise zu verwandten Themen, Materialien, Veranstaltungen und Angeboten.

Leiten Sie den Newsletter gerne an interessierte Personen weiter. Eine An- und Abmeldung ist unkompliziert über den Link am Ende dieser Seite möglich. Bei Fragen, Anliegen und für Feedback schicken Sie gerne eine E-Mail direkt an claudia.moeller@lpb.bwl.de 

Das Team der Servicestelle grüßt Sie ganz herzlich, wünscht Ihnen alles Gute, und hofft, dass es uns gelingt, auch in dieser Krise, die es nun gilt, gemeinsam zu bewältigen, auch die Chancen und sich eröffenden Handlungsräume zu sehen und für ein friedvolles Miteinander zu nutzen.

Alles Gute

Claudia Möller
Fachreferentin und Leiterin


Friedensbildung AKTUELL - Frieden und Nachhaltigkeit

Konflikte sind nicht das Gegenteil von Frieden, sondern Merkmal unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Es gilt, Konflikte nicht gewaltvoll, sondern mit gewaltfreien Mitteln auszutragen. Frieden als Prozess muss stetig vorangetrieben, reflektiert und aktiv gestaltet werden. Doch wie kann Frieden nachhaltig gelingen? Diese Ausgabe von Friedensbildung AKTUELL nimmt Verteilungskonflikte um die Ressource Wasser auf lokaler und globaler Ebene in den Blick. Die beiden Unterrichtsvorschläge für die Grundschule und Sek. I geben Anregungen zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Wasser und die ganz persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Weg zu einer friedvolleren Gesellschaft.

In dieser Ausgabe finden Sie auf Seite zwei ein Arbeitsblatt, welches für Schüler*innen ab der Klasse 3/4 konzipiert ist. Das Arbeitsblatt auf der Seite drei knüpft daran an, kann jedoch auch getrennt davon verwendet werden. Es ist für die Sekundarstufe I geeignet; Ein Einsatz in niedrigeren oder höheren Klassenstufen ist ebenfalls möglich! Die Inhalte auf Seite zwei greifen Konflikte um Wasser in Deutschland auf und knüpfen damit direkt an die Lebenswirklichkeit Ihrer Schüler*innen an. Die Anregungen auf Seite drei eröffnen am Beispiel des Nils eine globale Perspektive. Auf der vierten Seite finden Sie Literaturhinweise und weitere themenrelevante Tipps.

Newsletter "Friedensbildung AKTUELL", Ausgabe Nr. 8 zum kostenlosen Download


Kontakt: Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg, Haus auf der Alb, Hanner Steige 1, 72574 Bad Urach
Telefon: 07125.152 - 135, Fax: -145
E-Mail: claudia.moeller@lpb.bwl.de
Internet:
www.friedensbildung-bw.de

Träger der Servicestelle Friedensbildung sind die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB), die Berghof Foundation und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.


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