Pilotprojekt "Modellschulen Friedensbildung Baden-Württemberg"

Laufzeit Schuljahre 2019/2020 und 2020/2021

Schulen systematisch und zielgerichtet dabei zu unterstützen, am Lernort Schule eine "Kultur des Friedens" aufzubauen und weiterzuentwickeln, ist Ziel dieses Pilotprojektes. Es ist angelegt auf zwei Jahre. Die Zusammenarbeit findet mit Schulen unterschiedlicher Schularten statt. Am Ende der zwei Jahre ist eine Dokumentation geplant über Erfahrungen, good practices und Kriterien für eine Zertifizierung als "Schule für Friedensbildung".

Das Pilotprojekt wird gemeinsam mit folgenden Schulen durchgeführt (weitere Schulen folgen):

Kepler-Gymnasium Tübingen
© Kepler-Gymnasium Tübingen
Martin-Gerbert-Gymnasium Horb am Neckar
© Martin-Gerbert-Gymnasium Horb am Neckar
Walther-Groz-Schule Albstadt
© Walther-Groz-Schule Albstadt

Die Idee zu den "Modellschulen Friedensbildung" stammt von Prof. Uli Jäger, Programme Director der Berghof Foundation für "Friedenspädagogik und Globales Lernen" am Standort Tübingen. Erstmals publiziert findet sie sich in dem Buch "Erziehung zur Friedensliebe. Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg" (Nomos 2018). Darin entwickelt Prof. Jäger acht Merkmale, die eine solche Schule idealtypischer Weise auszeichnen würden ( lesen Sie hier den Text von Prof. Uli Jäger als Leseprobe).

Konkretisiert wurde die Idee in dem  Konzept-Entwurf "Modellschulen Friedensbildung Baden-Württemberg" (2018), welcher nun mit bis zu zehn Schulen in einem gemeinsamen Prozess erprobt wird. Die Servicestelle Friedensbildung setzt dieses Vorhaben gemeinsam mit ihren Trägern und allen am Schulleben beteiligten Akteur*innen um.

Es gilt, gemeinsam eine "Kultur des Friedens" an der Schule (weiter-)zu entwickeln. Die zentralen Dimensionen zur Erreichung dieses Ziels sind:

Friedensbildung an Schulen
Prof. Uli Jäger, Berghof Foundation (2019)

Zur Erreichung der genannten Ziele unterstützt die Servicestelle Friedensbildung die Modellschulen mit Lernmedien für den Fachunterricht, sie berät die Schulen im Prozess der Modellentwicklung und bietet für die Lehrkräftekollegien Einführungen in Lernmedien an. Sie unterstützt die Schulen bei Aktivitäten, z. B. personell und konzeptionell im Rahmen von Projekttagen, Workshops und Pädagogischen Tagen und vermittelt auf Wunsch externe Referent*innen zu Themen der Friedensbildung, Friedens- und Konfliktforschung. Darüber hinaus befördert die Servicestelle die Vernetzung der Schulen untereinander, damit Lern- und Synergieeffekte initiiert und genutzt werden können und trägt zur Öffentlichkeitsarbeit der Schulen bei.

Dokumentation ausgewählter Aktivitäten

Kontakt Servicestelle

Landeszentrale für
politische Bildung
Baden-Württemberg

Haus auf der Alb
Hanner Steige 1
72574 Bad Urach
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DOKUMENTATION

SDGs: Globale Ziele, unterschiedliche Perspektiven?!

Dokumentation Fachtagung

Friedensbildung – Globales Lernen – Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dokumentation der gleichnamigen Fachtagung vom 27.–28. September 2018, Haus auf der Alb, Bad Urach  zur Publikation

Buch - Erziehung zur Friedensliebe

Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg

"Erziehung zur Friedensliebe. Annäherungen an ein Ziel aus der Landesverfassung Baden-Württemberg"
© Nomos Verlag

Die Landesverfassung nennt Friedensliebe als ein Ziel von Erziehung für die Schulen und Hochschulen. Worin liegen die Chancen, Möglichkeiten und Grenzen dieses ambitionierten Erziehungszieles? Der Band beleuchtet aus philosophischer, politikwissenschaftlicher und juristischer Perspektive die normativen Grundlagen des Friedensliebe-Begriffs.  Leseprobe (Beitrag von Uli Jäger) und  Bestellung

Beitrag von Prof. Uli Jäger im "SYM" Magazin der Evangelischen Akademie Bad Boll erschienen

Im Nachgang zur Streitschlichter-Tagung 2018 weist Prof. Jäger in seinem Beitrag auf die Bedeutung der Friedensbildung als übergeordnete Größe hin. Auch strukturelle Gewalt- und Konfliktursachen müssen erkundet werden, um unser Verhalten wirklich zu verändern. Die Streitschlichter-Tagungen zeigen Möglichkeiten auf, wie Streit geschlichtet und der Schulfrieden wieder hergestellt werden kann.  Lesen Sie hier den Beitrag