Schulabschluss und dann?
Freiwilligendienste in Deutschland, Europa und weltweit

Schulabschluss in der Tasche, aber was dann? Diese Frage stellt sich allen Schüler:innen irgendwann. Neben Ausbildung, Studium, Work & Travel und vielen weiteren Angeboten, sind Freiwilligendienste eine Möglichkeit, erste praktische Erfahrungen nach der Schule zu sammeln, sich auszuprobieren, Selbstständigkeit zu erlangen und über den Tellerrand hinaus zu blicken. Bei Auslandsfreiwilligendiensten eröffnet sich zusätzlich noch die Chance, Sprachenkenntnisse aus der Schule zu vertiefen oder auch ganz neu zu erlernen. Bei allen Freiwilligendiensten geht es darum, gesellschaftlich aktiv zu werden, einen Beitrag zu einem gelingenden Miteinander zu leisten und sich mit gesellschaftspolitischen Themen zu beschäftigen.
Im Folgenden finden Sie eine Auflistung einiger Freiwilligendienste in Deutschland, Europa und weltweit. Die Einsatzbereiche für Freiwillige sind dabei ganz unterschiedlich und decken eine große Bandbreite ab: von der Arbeit in Verwaltungen und Organisationen, über Krankenhäuser, bei Rettungsdiensten, in den Bereichen Sport, Kultur und Politik, bei sozialen Diensten, in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen, Menschen mit Handicap, mit Kindern und Jugendlichen oder auch alten Menschen, Wohnungslosen, in Kirchengemeinden, in der Geflüchtetenhilfe etc.
Die folgende Linkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll lediglich zum weiteren Recherchieren anregen:
Freiwilligendienste im Inland
Freiwilligendienste im Inland
Bundesfreiwilligendienst (BFD)
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Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
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Freiwilligendienste im Ausland
Freiwilligendienste im Ausland
Diakonisches Jahr im Ausland (DJiA)
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Europäischer Freiwilligendienst
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Fachstelle Internationale Freiwilligendienste
Internationaler Jugendfreiwilligendienst
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kulturweit - internationaler Kultur-Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission
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Weltkirchlicher Friedensdienst (WFD) - Internationaler Freiwilligendienst der Konferenz Weltkirche
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weltwärts
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Hintergrundinformationen zu Freiwilligendiensten in Deutschland:
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 hat die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Europa verändert und in Deutschland eine neue Debatte über den Wehrdienst angestoßen. Der Bundestag hat Ende 2025 ein neues Wehrdienstmodellgesetz verabschiedet. Die Regelung setzt auf Freiwilligkeit und auf einen attraktiven Dienst. Alle 18-jährigen Männer und Frauen erhalten ab Anfang 2026 einen Fragebogen, durch den ihre Motivation und Eignung für den Dienst in den Streitkräften ermittelt wird. Für Männer ist die Beantwortung des Fragebogens verpflichtend, für Frauen freiwillig. Für alle Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, soll die Musterung wieder zur Pflicht werden. Aktuell ist diese aber ausgesetzt. Der Dienst dauert mindestens sechs Monate. Sollten nicht genügend Freiwillige zur Verfügung stehen, kann eine verpflichtende Einberufung erfolgen. Darüber müsste dann zunächst der Bundestag in einem erneuten Gesetzgebungsverfahren abstimmen.
Die aktuelle Diskussion knüpft damit an frühere Reformen an: Bereits 2011 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt und mit ihr auch der Zivildienst. Um die dadurch entstandene Lücke insbesondere im sozialen Bereich zumindest teilweise zu schließen, führte man noch im selben Jahr den Bundesfreiwilligendienst ein. Dabei ist wichtig zu betonen, dass Freiwilligendienste keine neue Entwicklung sind. Schon lange vor 2011 engagierten sich Menschen in entsprechenden Formaten: das Freiwillige Soziale Jahr etwa besteht seit den 1960er-Jahren. Im Zuge der Aussetzung von Wehrpflicht und Zivildienst rückten diese Angebote jedoch stärker in den gesellschaftlichen Fokus und wurden in den folgenden Jahren deutlich ausgebaut. Freiwilligendienste sind als Bildungs- und Orientierungsangebote konzipiert, werden pädagogisch begleitet und durch Seminare sowie Workshops ergänzt. Ein Freiwilligendienst bietet die Möglichkeit sich gesellschaftlich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und sich beruflich zu orientieren. Freiwilligendienste sind in einer Vielzahl von Bereichen möglich: im sozialen und medizinischen Bereich, in der Pflege, in Kultur, Sport und Politik sowie im Umwelt- und Klimaschutz oder im Katastrophenschutz. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen.
Teamer:innen
Die Servicestelle Friedensbildung sucht immer neue Teamer:innen für Workshops und Angebote an Schulen.
Bei Interesse für den Bereich der weiterführenden Schulen bitte einfach telefonisch bei Jasmin Wölbl unter 07071/92051-15 oder per E-Mail an j.woelbl@berghof-foundation.org und für den Bereich Grundschule bei Franziska Kuhn unter +497112182155451 oder per E-Mail an franziska.kuhn@lpb.bwl.de melden.
Flyer der Servicestelle Friedensbildung zum Download
Workshops
- Peace Counts School
- Konflikte bearbeiten
- frieden-fragen
- Streitkultur 3.0


