Servicestelle Friedensbildung

Baden-Württemberg

 

MALI

Eine Konfliktanalyse aus friedenspädagogischer Sicht

Wo? – Konfliktregion

Mali ist ein Staat in Westafrika. Flächenmäßig ist er drei bis vier mal so groß wie Deutschland, die Bevölkerung zählt gut 20 Millionen Einwohner:innen.

Wer? – Konfliktparteien

Innerstaatlicher Konflikt zwischen der malischen Regierung und den Tuareg, einer nomadisch geprägten Volksgruppe, im Norden Malis. Im Konflikt stehen sich das malische Militär und insbesondere Gruppen der CMA („Coalition des mouvements de l’Azawad“), eine Allianz  aus vorwiegend von Tuareg dominierten bewaffneten Rebellengruppen, gegenüber. Die malische Regierung erfährt zeitweise internationale Unterstützung durch französische Truppen und UN-Friedenstruppen, später durch die russische paramilitärische Wagner-Gruppe. Zudem bildet die „Plateforme“, ein Zusammenschluss aus regierungsnahen Gruppen aus dem Norden Malis, einen weiteren Konfliktakteur.

 

Wann? – Zeittafel

1960: Unabhängigkeit Malis als ehemalige französische Kolonie

1963-1964: Erste Rebellion der Tuareg
Die Tuareg beginnen eine lokale Rebellion gegen die Regierung und fordern weitgehende Autonomie für die Gebiete im Norden Malis. Sie werden durch die malischen Streitkräfte gewaltsam zurückgedrängt.

1990-1992: Zweite Tuareg-Rebellion
Die im Jahr 1988 gegründete Tuareg-Rebellengruppe MPLA („Mouvement Populaire de Libération de l’Azawad“)  kämpft für Autonomie und bessere Lebensbedingungen gegen die malische Regierung. Die Kämpfe können 1992 durch einen „Nationalpakt“ beigelegt werden.

2012: Unabhängigkeitskrieg der Tuareg / MNLA
Der Konflikt zwischen den Tuareg und der malischen Regierung eskaliert 2012, nachdem die MNLA („Mouvement National pour Libération de l’Azawad“) – eine im Jahr 2010 gegründete säkulare Unabhängigkeitsbewegung der Tuareg – erfolgreich bewaffnete Angriffe gegen das in Nordmali stationierte Militär durchführt. Mit Unterstützung einer islamistischen Miliz, der Ansar Dine, erobert die MNLA Städte und Dörfer in Nordmali und ruft am 6. April 2012 den unabhängigen Staat „Azawad“ aus. In den Folgemonaten kommt es zum Bruch zwischen der MNLA und Ansar Dine da beide Gruppen unterschiedliche Ziele verfolgen. Dies führt zur Vertreibung der MNLA aus weiten Teile Nordmalis. Zeitgleich putscht das malische Militär gegen die Regierung unter Präsident Touré, weil es ihm Untätigkeit im Kampf gegen die Rebellengruppen vorwirft. Dies führt zum Zusammenbruch der staatlichen Strukturen.

Ab 2013: Internationale Militärinterventionen
Die angespannte Lage in Nordmali durch die Kämpfe der Tuareg-Rebellen sowie die schnelle Ausbreitung islamistischer Gruppen zieht eine Reihe militärischer Interventionen nach sich, u.a. durch französische Truppen, Truppen der AU und ECOWAS sowie UN-Truppen, mit dem Ziel die Stabilität und Sicherheit im Land wiederherzustellen.

2014: Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen CMA und der Plateforme
Der Konflikt im Norden Malis wird weiter durch gewaltsame Zusammenstöße zwischen Gruppen der Dachorganisationen CMA und der „Plateforme“ geprägt. Während sich in der CMA Gruppen vereinigen, welche die Unabhängigkeit bzw. Autonomie Nordmalis anstreben, schließen sich im Juni 2014 Gruppen zur Plateforme d’Alger zusammen, die die Einheit Malis verteidigen und sich regierungsnah geben.

2015: Friedensabkommen
Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der malischen Regierung und den Rebellengruppen im Norden kommt es am 20. Juni 2015 zur finalen Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen der malischen Regierung, der CMA und der Plateforme.

2020-2021: Militärputsche; Aufforderung zum Truppenabzug
Das malische Militär übernimmt nach einem Putsch gegen Präsident Keïta im August 2020 erneut die Macht in Mali. Sie werfen der Zivilregierung u.a. vor nicht für ausreichend Sicherheit im Land zu sorgen. Im Mai 2021 putscht das Militär erneut, nun gegen die eingesetzte Übergangsregierung. Die internationale Staatengemeinschaft verurteilt die wiederholten Putsche und verhängt Sanktionen, wodurch sich die Beziehungen verschlechtern. Die Militärregierung fordert den Abzug der internationalen und französischen Truppen aus Mali, weil sie diese als ineffektiv und destabilisierend ansehen. Stattdessen wird die paramilitärische russische Wagner-Gruppe als Unterstützung im Kampf gegen die Rebellengruppen hinzugezogen, was die Beziehungen mit internationalen Partner:innen weiter verschlechtert.

2023-2024: Gewaltsame Auseinandersetzungen und Aufkündigung des Friedensvertrags
Nach neuen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der CMA, der Plateforme und den malischen Streitkräften, unterstützt durch die Wagner-Gruppe, erklärt die malische Regierung den Friedensvertrag von Algier (2015) im Januar 2024 für nichtig.

 

Wie? – Mittel der Konfliktaustragung


Der Konflikt zwischen den Tuareg-Rebellengruppen und den malischen Streitkräften wird mit konventionellen militärischen Mitteln wie Bodentruppen ausgetragen. Die CMA und die Plateforme greifen jedoch auch immer wieder auf Guerillataktiken zurück und nutzen bspw. Sprengfallen und gezielte Hinterhalte, um die malischen Truppen zu schwächen. Zudem können die Tuareg ihre im Zuge des Arabischen Frühlings und der Revolution in Libyen im Jahr 2011 erlernten Fähigkeiten nutzen. Einige der Tuareg werden in dieser Zeit für das libysche Militär rekrutiert und kehren nach dem Sturz des libyschen Machthabers Gaddafi im Besitz schwerer Waffen zurück nach Mali. Die internationale Staatengemeinschaft beobachtet daraufhin mit Sorge die Verfügbarkeit von Waffen aus libyschen Waffenlagern und fordert die malische Regierung zu erhöhter Militärpräsenz im Norden auf. Die Tuareg stellen keine Einheit dar und kämpfen seit Beginn des Konfliktes auch immer wieder auf verschiedenen Seiten. Zwischen den Tuareg-Gruppen sowie den arabischen Rebellengruppen im Norden Malis kommt es immer wieder zu internen Konflikten, was zur Abspaltung von Splittergruppen entlang von regionalen und sozialen Konfliktlinien und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führt. Auch nach der Rückkehr aus Libyen streben einige Tuareg die Eingliederung ins malische Militär ein, während sich andere der MNLA anschließen.

Die Tuareg erhalten v.a. aus der lokalen Gemeinschaft Unterstützung, die oftmals Opfer von Vergeltungsmaßnahmen der malischen Streitkräfte wurde. Daher schließen sich viele Zivilist:innen den den Tuareg-Rebellengruppen an. Die malische Regierung erhält internationale Unterstützung durch Länder wie Frankreich aber auch durch Regionalorganisationen und der UN sowie später durch die russische Wagner-Gruppe. Neben der diplomatischen Unterstützung bei politischen Verhandlungen zwischen den Konfliktakteuren wird die malische Regierung insbesondere militärisch unterstützt. Das malische Militär wird durch multinationale Einheiten bei Bodenoperationen, Luftangriffen, Spezialeinheiten sowie Aufklärungs- und Ausbildungsmissionen im Kampf gegen die Rebellen- und Terrorgruppen unterstützt.

 

Warum? – Erklärungen für den Konflikt

Territoriale und politische Unabhängigkeit (machtbasierter Erklärungsansatz)

Historisch gesehen führten die Tuareg überwiegend eine nomadische Lebensweise. Durch die koloniale Grenzziehung werden sie in ihrer Unabhängigkeit und Handelsweise über die Grenzregionen Malis, Algeriens, Niger und Libyen hinweg eingeschränkt. Nach der Unabhängigkeit Malis finden die Interessen der Tuareg wenig Berücksichtigung. Die strukturell benachteiligten Tuareg befürchten durch geplante staatliche Reformen Verluste von Land, mangelnde politische Einflussnahme und Ungleichbehandlung. Es bildet sich eine Unabhängigkeits- bzw. Autonomiebewegung innerhalb der Tuareg heraus, um ihre territoriale und politische Unabhängigkeit zu sichern und nicht als von der Zentralregierung abhängige Minderheit beherrscht zu werden. Sie führen wiederholt Aufständen gegen die malische Regierung an und geraten in kämpferische Auseinandersetzungen mit den Streitkräften. Die (sicherheits-)politische Instabilität in der Region führt dazu, dass Strukturen von lokalen nicht-staatlichen Akteuren übernommen werden und die Unabhängigkeitsbewegung der Tuareg durch internationale, teilweise islamistische bewaffnete Gruppen, instrumentalisiert wird.

Ressourcenkonkurrenz und strukturelle Ungleichheit (ökonomischer Erklärungsansatz)

Nordmali gehört zu den ärmsten Regionen des Landes und bietet nur wenig wirtschaftliche Perspektiven und eine schlechte Infrastruktur. Die historische strukturelle Benachteiligung in der Region setzt sich auch nach der Unabhängigkeit Malis fort. Aufbau- und Hilfsmaßnahmen im Rahmen von internationaler Entwicklungszusammenarbeit konzentrieren sich v.a. auf den bevölkerungsreichen Süden des Landes, wo über 90 Prozent der malischen Bevölkerung lebt. Dadurch werden regionale Unterschiede und die strukturelle Benachteiligung der Tuareg verstärkt. Der malischen Regierung gelingt es nicht die wirtschaftliche Entwicklung im Norden voranzutreiben. Entdeckungen natürlicher Ressourcen wie Erdöl und Uran verschärfen den Konflikt. Die hohe Arbeitslosenquote und daraus resultierende Perspektivlosigkeit in der jungen Bevölkerung fördern extremistische Strukturen sowie organisierte Kriminalität in Form von Schlepper- und Drogennetzwerken und Korruption. Zudem werden lokale Konflikte um Weideland und Stammeshierarchien durch die herausfordernden klimatischen Bedingungen und dadurch drohende humanitäre Notlagen wie Dürren und Hungersnöte verschärft.

 

Friedenspotenziale

Welche Friedensbemühungen gibt es bereits?

Staatlich

•    Pacte National (1992): Abkommen zwischen der malischen Regierung und den Tuareg-Rebellen zur Beendigung der gewaltsamen Konflikte Anfang der 1990er Jahre. Mit dem Pakt verspricht die malische Regierung erstmals eine größere Autonomie und Selbstverwaltung für die Tuareg. Der Pakt sieht zudem die Eingliederung der Rebellen in das malische Militär vor und verspricht wirtschaftliche Entwicklungen in Nordmali.
•    Kommission für Dialog und Versöhnung (CDR) (2012) zur Förderung eines nationalen Dialogs zwischen den Konfliktparteien im Norden Malis sowie Kommission für Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung (CVJR) (2014) unter Beteiligung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Behörden. Ziel ist die Untersuchung und Aufarbeitung der gewaltsamen Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen in der Vergangenheit Malis, insbesondere seit dem Unabhängigkeitskrieg der Tuareg seit 2012, jedoch auch rückwirkend seit 1960. Erste öffentliche Anhörungen begannen 2019.
•    Friedensabkommen von Algier (2015): Nach langen Verhandlungen wurde der „Vertrag über Frieden und Versöhnung in Mali“ zwischen der malischen Regierung, der national-orientierten Plateforme und der CMA schließlich am 20. Juni 2015 unterzeichnet. Die Verhandlungen wurden von einem internationalen Vermittlerteam in Algerien geleitet, zu dem u.a. die ECOWAS, die AU, die EU, die UN, die Organisation der Islamischen Zusammenarbeit sowie weitere internationale Partner. Die wichtigsten Punkte des Abkommens sind:
- Politische Regionalisierung und Dezentralisierung: Mehr Autonomie für die Regionen und mehr Entscheidungsmacht für Lokalverwaltungen
- Sicherheitsreformen und DDR-Programm: Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration ehemaliger Kämpfer:innen in die nationale Armee; Kampf gegen Korruption, Terrorismus und organisierte Kriminalität bei Verpflichtung zur Rechtsstaatlichkeit
- Wirtschaftliche Entwicklungen: Angleichung des Entwicklungsstands im Norden Malis an den Rest des Landes
- Nationaler Versöhnungsprozess: Etablierung regelmäßiger Konferenzen zur nationalen Verständigung sowie Fortsetzung der Wahrheitskommission
- Gegenseitige Anerkennung der nationalen Einheit, der territorialen Integrität Malis, des säkularen Charakters des Staates sowie der kulturellen Vielfalt und Identität vers. ethnischer Gruppen
Die Umsetzung des Abkommen soll durch einen Überwachungsausschuss überwacht werden. Das Friedensabkommen wird von den Vertragsparteien jedoch nur schleppend umgesetzt, da Misstrauen zwischen den Parteien bestehen bleibt und Interessenskonflikte weiter bestehen, was zu einer fragilen Sicherheitslage beiträgt. Zudem wurde die südmalische Zivilbevölkerung kaum über den Prozess informiert. Andere, nicht am Vertrag beteiligte islamistische Milizen stören den Friedensprozess im Norden Malis. Im Januar 2024 wird das Abkommen für nichtig erklärt.

International

•    Operation Serval / Barkhane (2013-2022): Frankreich sendet nach Billigung des UN-Sicherheitsrats Soldat:innen in das ehemalige Kolonialgebiet, um die malische Regierung im Kampf gegen die Rebellengruppen zu unterstützen, den Vormarsch islamistischer Milzen zu verhindern und die Stabilität in Mali wiederherzustellen.
•    EUTM Mali (2013-2024): Militärische Ausbildungsmission der EU, unter französischer Führung und deutscher militärischer Beteiligung, zur Stärkung der malischen Streitkräfte.
•    MINUSMA (2013-2023): Der UN-Sicherheitsrat beschließt eine umfassende Friedens- und Stabilisierungsmission in Mali, genannt „Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der UN in Mali“ (MINUSMA) mit über 11.200 Soldat:innen, die den Aufstand der Tuareg, die Krise durch den Militärputsch sowie die Besetzung des Nordens durch islamistische Gruppen beenden soll. Außerdem soll sie dem Schutz der Zivilbevölkerung und der Wiederherstellung der territorialen Integrität Malis dienen. Neben afrikanischen Truppen beteiligt sich u.a. die Bundeswehr mit einem hohen Kontingent an Soldat:innen sowie mit strategischen Aufklärungs- und Transportflügen.
•    „Support for Stabilisation and Peace in Mali” (PASP): Das Auswärtige Amt unterstützt seit 10 Jahren den Stabilisierungs- und Friedensprozess in Mali. Im Rahmen von Mikroprojekten in Mali durch die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) sollen lokale zivilgesellschaftliche Akteure, v.a. Frauen und junge Menschen, am Dialog und an den Maßnahmen beteiligt werden sowie Strukturen aufgebaut werden, die die Lebensbedingungen vor Ort verbessern.

Welche Friedensansätze werden diskutiert?

Regional

Traditionelle Führungspersönlichkeiten veranlassen nach anhaltenden Kämpfen in Nordmali Treffen zur Versöhnung zwischen allen ethnischen Gruppen. Als lokale Initiative geht daraus der Bourem-Pakt (1995) hervor, welcher u.a. den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen regelt sowie für den Schutz der Zivilbevölkerung und zwischenzeitlichen für Frieden sorgt.
Regional

Gründung der „Allianz der Sahel-Staaten“

Die Militärregierungen von Mali und den Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger, gründen ein eigenes Verteidigungsbündnis. Damit kehren sie der Regionalorganisation ECOWAS sowie der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich den Rücken zu, welcher sie ungewollte Einflussnahme vorwerfen. Ziel der Allianz ist es, sich enger in der Außen- und Sicherheitspolitik abzustimmen. Trotz langjähriger internationaler Versuche der Terror-Abwehr, sind alle drei Länder von Angriffen z.T. transnationaler islamistischer Terrorgruppen und Angriffen weiterer bewaffneter Gruppen, betroffen.

Staatlich

Durch die Aufkündigung des Friedensabkommens von Algier (2015) gibt es aktuell wenig Anhaltspunkte für friedliche Verhandlungen zwischen den Konfliktakteuren. Dennoch gibt es Initiativen, die einen nationalen Dialog wieder vorantreiben wollen und fordern, dass der „Intermalische Dialog für Frieden und nationale Versöhnung“ (IMD) wieder aufgegriffen wird, um an einer nationalen Lösung für die Herausforderungen im Land zu arbeiten. Der Ausschuss des IMD empfiehlt die Verlängerung der Übergangszeit der Militärjunta zu einer demokratischen Zivilregierung sowie den Einbezug der Tuareg-Rebellen und islamistischer Gruppen in den nationalen Dialog.

Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft

Der Raum für zivilgesellschaftlichen Diskurs und die Beteiligung von Frauen am Friedensprozess ist in Mali durch die prekäre politische Lage erschwert. Dennoch gibt es verschiedene zivilgesellschaftliche Friedenbemühungen und Initiativen, die von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) unterstützt werden. Diese hat einen Krisenreaktionsplan für Mali ins Leben gerufen hat, um insbesondere Hilfe gegen die humanitäre Krise im Land zu leisten.

Konfliktpartei: Regierung bzw. Militär

Konfliktpartei: Regierung bzw. Militär

Positionen
-    Friedensabkommen ist haltlos
-    Internationale Unterstützungsversuche in der Stabilisierungsmission waren nicht erfolgreich
-    Territoriale Integrität ist eingeschränkt & muss wiederhergestellt werden
-    Wagner-Gruppe soll Streitkräfte unterstützen
Interessen
-    Erfolgreicher Dezentralisierungsprozess
-    Bekämpfung der organisierten Kriminalität
-    Territoriale Kontrolle über den Norden Malis
-    Sicherung Malis gegen extremistische Gruppen
-    Entwaffnung der Tuareg
Bedürfnisse
-    Stabilität
-    Sicherheit
-    Kontrolle

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel Mali Regierung (ausgefüllt)

Konfliktpartei: Tuareg (CMA)

Konfliktpartei: Tuareg (CMA)

Positionen
-    In Nordmali soll ein unabhängiger Staat „Azawad“ errichtet werden
-    Politische Teilhabe für alle
-    Lebensweise der Tuareg muss respektiert werden
Interessen
-    Politische Teilhabe u. Sicherung politischer Kontrolle
-    Territoriale Kontrolle
-    Unabhängigkeit bzw. Autonomie in Nordmali
-    Wirtschaftliche Perspektiven
Bedürfnisse
-    Zugang zu Land und Ressourcen
-    Sicherheit

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel Mali Tuareg (CMA) (ausgefüllt)

Konfliktpartei: Tuareg (Plateforme)

Konfliktpartei: Tuareg (Plateforme)

Positionen
-    Regierungsnah, Unterstützung der malischen Streitkräfte
-    Nationale Einheit und territoriale Integrität Malis muss bewahrt werden
Interessen
-    Politische Teilhabe
-    z.T. Integration in die malischen Streitkräfte
-    wirtschaftliche Perspektiven
Bedürfnisse
-    Zugang zu Land und Ressourcen
-    Sicherheit

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel Tuareg (Plateforme) (ausgefüllt)

Konfliktbaum Mali

Konfliktbaum Mali

Effekte und Auswirkungen

-    Flucht und Vertreibung, Tausende Tote
-    Menschenrechtsverletzungen
-    Interne Konflikte & Entstehen von Splittergruppen
-    (Jugend-)Arbeitslosigkeit
-    Organisierte Kriminalität
-    Erhöhtes Radikalisierungspotenzial
-    Erstarken radikal-islamistischer Gruppen

Kernproblem: Strukturelle Ungleichheit; territoriale Unabhängigkeitsbestrebungen

Konfliktursachen

-    Benachteiligung der Bevölkerung im Norden
-    Mangelhafte Dezentralisierung
-    Koloniale Grenzziehung
-    Klimawandel, Ressourcenknappheit

(vgl. Fisher et al., 2000: 29)

Arbeitsblatt Konfliktbaum (leer)

Arbeitsblatt Konfliktbaum Mali (ausgefüllt)

 


 

Literatur und Quellen

Literatur und Quellen

Karten

  • Karte 1: Landkarte Mail. The World Factbook 2021. Washington, DC: Central Intelligence Agency, 2024
  • Karte 2: Lagekarte Mali. The World Factbook 2021. Washington, DC: Central Intelligence Agency, 2024

 

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