Servicestelle Friedensbildung

Baden-Württemberg

 

SYRIEN

Eine Konfliktanalyse aus friedenspädagogischer Sicht

Wo? – Konfliktregion

Syrien ist ein Staat in Südwestasien und gehört zu den Ländern des Mittleren Ostens. Flächenmäßig ist Syrien ungefähr halb so groß wie Deutschland. Ein Großteil der ungefähr 23 Millionen Einwohner:innen identifiziert sich als Muslim:innen. Im Islam gibt es viele Strömungen, darunter Sunnit:innen, Schiit:innen und Alawit:innen. Die sunnitische Glaubensgruppe macht in Syrien circa 70 Prozent der Bevölkerung aus. Die alawitische Glaubensgruppe liegt bei etwa 10 Prozent. Weiterhin gibt es in Syrien verschiedene Minderheiten, darunter etwa Menschen christlichen Glaubens und Kurd:innen.

Wer? – Konfliktparteien

Im Krieg in Syrien kämpfte seit 2011 die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad gegen verschiedene Oppositionsgruppen, die zeitweise große Teilen Syriens kontrollieren. Zu den Oppositionsgruppen gehören zu Beginn des Bürgerkriegs u.a. der Syrische Nationalrat (SNC) und die Freie Syrische Armee (FSA), aber auch verschiedene islamistische Gruppen wie die al-Nusra Front, die Islamische Front (IF) und der Islamische Staat (IS), der 2015 große Teile Syriens kontrollierte. Viele Gruppierungen haben sich im Verlauf des Krieges umbenannt oder abgespalten. Ebenso sind Gruppierungen neu entstanden oder wieder verschwunden. So kontrolliert heute die selbsternannte Syrische Nationale Armee (SNA) den Norden Syriens um Aleppo und die kurdische Miliz Demokratische Kräfte Syriens (SDF) den Nordosten Syriens. Die islamistische Gruppierung, die die nordwestliche Region Syriens, Idlib, kontrolliert, nennt sich Haiat Tahrir al-Scham (HTS) und hat im Dezember 2024 das Assad-Regime gestürzt. Sie ist aus der syrischen Al-Nusra Front hervorgegangen, hat sich aber ideologisch von ihr entfernt.

Der Konflikt in Syrien stellt einen internationalisierten Konflikt dar, der auf beiden Seiten Verbün-dete umfasst. So wird die Assad-Regierung durch den Iran, die Hisbollah im Libanon, verschiedene schiitische Milizen und Russland unterstützt. Die verschiedenen Oppositionsgruppen erhielten bspw. Unterstützung durch Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und die USA. Die HTS zum Beispiel wird von der Türkei unterstützt.

Wann? – Zeittafel

März 2011: Beginn des Konflikts im Rahmen des Arabischen Frühlings mit massiven friedlichen Protesten der Bevölkerung gegen die Assad-Regierung, gewaltsame Unterdrückung der Proteste durch die Regierung

2011-2012: Gründung oppositioneller bewaffneter Gruppen (FSA, SNC und Al-Nusra Front) sowie zunehmender militärischer Erfolg der Opposition, Bombardierung von Städten durch die syrische Regierung

2013: Einsatz von Giftgas in Vororten von Damaskus; UN-Resolution 2118 für die Beseitigung syrischer Chemiewaffen

2016: kurzanhaltende landesweite Waffenruhe und Friedensgespräche von Astana

2017-2020: Großoffensiven der Regierungstruppen mit Unterstützung russischer Luftangriffe zur Zurückeroberung von Gebieten, so dass 2020 ca. zwei Drittel des Staatsgebiets wieder unter der Kontrolle der Assad-Regierung stehen

2023: Wiederaufnahme Syriens in die Liga der arabischen Staaten, nachdem das Land 2011 ausge-schlossen worden war

Dezember 2024: Die islamistische Gruppierung Haiat Tahrir al-Scham (HTS) erobert militärisch mehrere wichtige Städte wie Aleppo, Homs und Dara und stürzt mit der Eroberung von Damaskus das Assad-Regime. Sie bilden eine Übergangsregierung mit dem HTS-Anführer Ahmed al-Sharaa, auch bekannt unter dem Namen al-Golani, als Übergangspräsident. Der Norden und der Nordwesten Syriens bleiben weiterhin unter Kontrolle der SNA und der SDF. Israel fliegt zahlreiche Luftangriffe und zerstört Militäranlagen des alten Regimes. Viele kurdische Syrer:innen fliehen vor der HTS in die kurdisch kontrollierten Gebiete im Nordosten des Landes. Zahlreiche Menschen werden aus staatlichen Foltergefängnissen befreit. Anhänger des Regimes fürchten sich vor Racheakten auf-grund der Gräueltaten, die sie jahrzehntelang an der Bevölkerung verübt haben. Der Diktator Assad flieht und erhält Asyl in Russland.

März-Mai 2025: Truppen der Übergangsregierung unter HTS kämpfen im Westen Syriens mit Unterstützung verschiedener islamistischer Milizen gegen bewaffnete Anhänger:innen der gestürzten Assad-Regierung. Dabei sterben über 1.300 Zivilist:innen, die meisten davon sind Alawit:innen, die religiöse Minderheit, der auch der ehemalige Diktator Assad angehört. Im Südwesten gibt es Kämpfe zwischen Milizen der drusischen Minderheit, staatlichen Sicherheitskräften und islamistischen Gruppen. Israel fliegt im Mai Luftangriffe auf Damaskus und begründet dies mit dem Schutz der Drusen. Die Übergangsregierung verurteilt die Angriffe.

Die Lage ändert sich derzeit sehr schnell und die längerfristigen Entwicklungen sind noch nicht abzuschätzen.

Wie? – Mittel der Konfliktaustragung

Ermutigt durch die Proteste des Arabischen Frühlings in anderen Ländern kam es Anfang des Jahres 2011 auch in Syrien zu landesweiten, friedlichen Demonstrationen, die schlechte Lebensbedingungen anprangerten und ein Ende der Korruption und Willkür forderten. Das Assad-Regime setzte gegen die Demonstrierenden Tränengas und scharfe Munition ein. Gewaltsame Repression fand statt in Form von Massenverhaftungen, Folterungen, nächtlichen Razzien, Angriffen und Belagerungen von Städten, Lieferstopps für Grundnahrungsmittel, Öl und Gas. Im weiteren Verlauf des Konflikts wurden zudem chemische Waffen eingesetzt, denen alleine im Jahr 2013 Hunderte Menschen zum Opfer fielen. Die syrische Regierung weist jedoch jegliche Vorwürfe diesbezüglich zurück.

Des Weiteren griff die Regierung zu schweren Geschützen wie Panzern, Mörsergranaten, Raketen- und Artilleriebeschuss und Luftangriffe gegen oppositionelle Gruppen und von ihnen besetzten Gebiete. Die Opposition setzte neben konventionellen Waffen auch Selbstmordattentate sowie Autobombenanschläge ein. Sie griffen zudem gezielt syrische Militärstützpunkte und Versorgungsrouten der Regie-rung an, wie bspw. die strategisch wichtige Autobahn M5, die Aleppo mit der Hauptstadt Damaskus verbindet. Um die besetzten Gebiete zurückzuerobern, starteten die syrischen Regierungstruppen massive Raketen- und Luftangriffe, sodass bis 2018 wieder über 60% des Landes unter der Kontrolle der Regierung waren. 

Der Konflikt ist durch vielfache Völkerrechtsverletzungen gezeichnet, wie den Beschuss von Krankenhäusern, Schulen, humanitären Korridoren sowie systematische sexualisierte Gewalt. Die islamistische Gruppe HTS erobert im Dezember 2024 mit einer sehr schnellen Militäroffensive wichtige Großstädte Syriens, nachdem Luft-, Artillerie- und Drohnenangriffe durch die Assad-Regierung in den Wochen davor wieder zugenommen hatten. Die syrische Armee wehrt sich mit Kampfflugzeugen gegen den Vormarsch der Rebellen. Viele Städte ergeben sich den HTS-Rebellen widerstandslos.

Warum? – Erklärungen für den Konflikt

Strukturelle Ungleichheit (machtbasierter Erklärungsansatz)

Forderungen nach sozioökonomischen Verbesserungen des Landes wurden im Zuge des Arabischen Frühlings auch in Syrien und durch die syrische Bevölkerung laut. Die punktuelle Liberalisierungspolitik durch das Assad-Regime seit Beginn der 2000er Jahren verstärkte die sozialen Ungleichheiten, v.a. zwischen der Stadt- und der Landbevölkerung, was wiederum viele Arbeiter:innen auf die Straßen trieb. Verstärkt wurde dies durch die Korruptionsproblematik innerhalb des Assad-Regimes und den Reichtum der Machteliten. Damit verbunden waren u.a. Forderungen nach Rechtstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte. Syriens Wirtschaft ist zwischen 2011 und 2018 um jährlich 12 Prozent geschrumpft und circa 90 % der Bevölkerung leben in Armut. Forderungen nach Verbesserungen der Lebenssituation bleiben bestehen.

Politischer Einfluss und Macht (machtbasierter Erklärungsansatz) 

Für die Assad-Regierung war die Sicherung der Macht und damit die Unterdrückung und Zerschla-gung der Opposition und Protestbewegungen in der Bevölkerung zentral. Die Oppositionsgruppen haben ein erhebliches Interesse an politischer Teilhabe und Veränderung entwickelt und streben teilweise einen Regierungs- und Systemwechsel an. Anderen militärischen Gruppierungen, wie der SNA und der SFD geht es um die Sicherung ihrer Macht in einigen Teilgebieten. Auch die HTS strebt nach der Sicherung ihrer Macht im Nordwesten Syriens sowie nach der Ausdehnung ihrer Macht auf die anderen Regionen Syriens. Die Beteiligung zahlreicher externer Akteure (wie Türkei, Russland, Iran, Israel, USA, Saudi-Arabien, Katar) im Verlauf des Konflikts lässt sich auch durch das Streben nach regionaler Vormacht und Einflusssphären im Nahen Osten erklären.

Kulturelle Identität (Othering)

Im Staats- und Sicherheitsapparat Syriens waren Alawit:innen unter al Assad überrepräsentiert, während die sunnitische Mehrheit des Landes nur gering repräsentiert wurde. Die Oppositionsgruppen sind überwiegend sunnitisch dominiert. Die Trennungslinien zwischen verschiedenen konfessionellen Gruppen, welche v.a. durch bestimmte externe Unterstützer verstärkt wird, fördert gegenseitige Feindbilder und strahlt als Konfliktmuster entlang ethnisch-religiöser Linien (v.a. Sunnit:innen vs. Schiit:innen, zu denen auch die Alawit:innen gehören) in die Region aus. Kurdische Gruppen sind vor allem im Nordosten des Landes vertreten. Auch sie stehen sowohl von seitens der Regierung als auch von islamistischen Gruppierungen unter Druck. 
 

Friedenspotenziale

Welche Friedensbemühungen gibt es bereits?

Friedensplan der Arabischen Liga (AL): Die Arabische Liga schloss Syrien nach Beginn des Krieges aus und entwickelte einen im November 2011 vorgestellten Friedensplan. Er beinhaltete u.a. den Rückzug des syrischen Militärs aus Städten, die Freilassung von Regimegegnern, einen Dialog mit der Opposition und eine Beobachtermission. Die Initiative blieb trotz der Zustimmung der syrischen Regierung wirkungslos.

Friedensverhandlungen in Genf und UN-Sondergesandte: Im Februar 2012 schlug Kofi Annan, Sondergesandter der Vereinten Nationen (UN), einen Sechspunkteplan vor, der vom UN-Sicherheitsrat mit den Resolutionen 2042 und 2043 bestätigt wurde. Dieser sah einen inklusiven Friedensprozess sowie eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Leistung humanitärer Hilfe vor. Das Genfer-Kommuniqué der „Action Group“ (Vertreter:innen der UN, der UN-Vetomächte, der Arabischen Liga, der Türkei und der EU) stellte sich auch dahinter und forderte zudem einen Regierungswechsel mit Übergangsprozess. Die Verhandlungen und Sondergesandten hatten jedoch auch in den Folgejahren wenig Erfolg.

UN-Sicherheitsrat und UN-Resolution 2254: Die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrat wurde am 18. Dezember 2015 einstimmig angenommen. Sie fordert einen Waffenstillstand, davon ausgenommen wurden als „terroristisch“ eingestufte Gruppen. Zudem wird eine politische Lösung in Syrien gefordert, welche innerhalb von 18 Monate freie und faire Wahlen unter Aufsicht der UN verlangte. Die Umsetzung der Resolution war bisher nicht erfolgreich, ist aber weiterhin ein wichtiger Bezugspunkt.

Astana-Gespräche: Dieses Gesprächsforum findet seit 2017 in der kasachischen Hauptstadt Astana statt und wird hauptsächlich von den Regierungen Russlands, der Türkei und dem Iran geführt, welche ihr Handeln in Syrien abstimmen. Zu den Gesprächen werden immer wieder Delegationen der syrischen Regierung sowie der Oppositionsgruppen eingeladen. Es geht darum Kommunikationskanäle zwischen den Staaten offen zu halten. Das Format ist nicht als Friedensprozess zu verste-hen und es gibt Zweifel, ob die beteiligten Staaten wirklich an einer Befriedung interessiert sind.

Berghof Foundation und finnisches Außenministerium: Förderten von 2019 bis 2024 das Projekt „Entwicklung politischer Optionen für Kompromisse zur Unterstützung einer friedlichen Beilegung und Stabilisierung in Syrien“, dass unabhängige syrische Gruppen bei der Entwicklung von Konfliktlösungen unterstützte.

Übergangsregierung: Die Übergangsregierung unter der HTS treibt seit ihrer Machtübernahme im Dezember 2024 die Auflösung der bewaffneten Milizen und deren Eingliederung in eine neue syri-sche Armee voran. Ende Februar 2025 begann der Prozess der Verfassungsbildung. Das angestrebte Regierungssystem ist allerdings noch unklar. Mitte März 2025 unterzeichnet Al-Sharaa eine vorläufige Verfassung, welche Meinungs- und Pressefreiheit und politische Rechte von Frauen garantiert. Zudem soll es eine strikte Gewaltenteilung geben. Ende März 2025 gab Übergangspräsident Al-Sharaa die neue Übergangsregierung mit 23 Minister:innen bekannt. Sie soll innerhalb der nächsten 5 Jahre zu Wahlen führen. Das Kabinett besteht aus Angehörigen unterschiedlicher Ethnien, Religionen und Geschlechter.

Welche Friedensansätze werden diskutiert?

Seit November 2019 versuchte der inzwischen 4. UN-Sondergesandte zu Syrien, Geir Pedersen, ein syrisches Verfassungskomitee zusammenzubringen, dessen Ziel es ist, dass die Regierung, die zivile Opposition und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft unter der Schirmherrschaft der UN eine neue Verfassung diskutieren. Unter dem Interimspräsident Al-Sharaa hatte ein Komitee Mitte März eine vorläufige Verfassung ausgearbeitet. Sowohl UN-Sondergesandter Geir Pedersen als auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres haben Syrien die Unterstützung der UN zugesichert. Ziel der UN ist die Umsetzung eines inklusiven, von Syrien selbst geführten und verantworteten politischen Prozesses beruhend auf Resolution 2254. Zusätzlich fordert die UN einen nationalen Versöhnungsprozess, um begangene Verbrechen aufzuarbeiten und Racheakte zu vermeiden.

Humanitäre Hilfe und umfassende Wiederaufbauhilfen sind weiterhin unterfinanziert, werden aber von Seiten der UN, der EU und einzelnen Ländern wie Jordanien und Katar vorangetrieben. So hat beispielweise die EU 2,5 Milliarden für den sozioökonomischen Wiederaufbau und humanitäre Hilfe zugesagt. Bei der jährlichen Syrien-Konferenz der EU nahm 2025 zum ersten Mal ein Vertreter der syrischen Regierung teil. Bei der Konferenz sagte die EU Syrien Unterstützung beim Wiederaufbau, bei der Grundversorgung mit Elektrizität, Wasser und Medizin sowie Mikro-Darlehen zum Wiederaufbau des Arbeitsmarktes zu.

Kurz nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 hat das Auswärtige Amt einen Acht-Punkte-Plan ausgearbeitet der unter anderem humanitäre Hilfe, die Vernichtung von syrischen Chemiewaffen sowie die friedliche Machtübergabe beinhaltet. Ebenfalls hat die deutsche Bundesregierung der HTS-Regierung ihre Zusammenarbeit unter Voraussetzung der Achtung von Menschen-rechten und dem Schutz von ethnischen und religiösen Minderheiten zugesichert. Mitte März 2025 sagte die Bundesregierung Syrien 300 Millionen Euro, um einen inklusiven und friedlichen Übergangsprozess zu unterstützen zu.

Mit dem Sturz der Regierung  Assads hat die Opposition im Dezember 2024 ein wesentliches Kriegs-ziel erreicht. Die unter Al-Sharaa gebildete Übergangsregierung soll jetzt für Stabilität und Ordnung im Land sorgen. Viele Menschen haben große Hoffnungen für eine bessere Zukunft, andere, vor allem ethnische und religiöse Minderheiten, wiederum haben große Ängste. Ob und mit welchen Mitteln ein friedlicher Übergang gelingen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt (Mai 2025) noch völlig offen.

Konfliktpartei: Ehemalige Assad Regierung

Konfliktpartei: Ehemalige Assad Regierung

Positionen
-    Zurückgewinnung Kontrolle über ganz Syrien
-    autoritäre Ausrichtung des politischen Systems
Interessen
-    Kontrolle über Nationalstaat und Bevölkerung
-    Wohlstandssicherung
-    Schutz von Alawit:innen
Bedürfnisse
-    politische Repräsentation
-     Sicherheit
-     Kontrolle

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel ehem. Regierung Assad (ausgefüllt)

Konfliktpartei: syrische Oppositionsgruppen

Konfliktpartei: syrische Oppositionsgruppen

Positionen
-    Mehrparteiensystem und demokratische Wahlen
-     Politik soll reformiert werden
-    inklusive Regierung
Interessen
-    Institutionelle Reformen
-      wirtschaftliche Reformen und Wiederaufbau
-    Regimewechsel
-    politische Mitsprache
-     Aufarbeitung der Kriegsverbrechen
Bedürfnisse
-    Sicherheit
-      soziale Gerechtigkeit
-    Verbesserung Lebensbedingungen
-    Perspektiven und Mitbestimmung

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel Opposition (ausgefüllt)

 

Konfliktpartei: HTS (Hai´at Tahrir asch-Scham)

Konfliktpartei: HTS (Hai´at Tahrir asch-Scham)

Positionen
-    Regimewechsel unter HTS-Führung
-    Einbezug von religiösen und ethnischen Minderheiten
-      politische Stabilisierung und Bereitstellung von Infrastruktur und Ressourcen

Interessen
-    Einrichtung eines sunnitisch-islamischen Staates
-    Einrichtung eines auf Institutionen basierenden Regierungssytems
-    Machtsicherung über das ganze Land
-    Freilassung der politischen Gefangenen
-    Aufbau guter Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft
-    Aufhebung internatioanler Sanktionen

Bedürfnisse
-    Sicherheit
-    Autonomie
-    Verbesserte Lebensbedingungen
-       politische Mitbestimmung

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel (leer)

Arbeitsblatt Konfliktzwiebel HTS (ausgefüllt)

 

Konfliktbaum Syrien

Konfliktbaum Syrien

Effekte und Auswirkungen

-    370.000 bis über 600.000 Tote
-    Flucht und Vertreibung
-    schlechte Perspektiven für Rückkehrer:innen
-    Völkerrechtsverletzungen
-    wirtschaftlicher Zusammenbruch
-    bewaffnete islamistische Gruppen in Syrien und in der Region
-    Gewalt greift auf Nachbarländer über
-      Armut
-    Zerstörung der Infrastrukur

Kernproblem: Jahrzehntelange Unterdrückung der Opposition durch autokratisches Assad-Regime; territoriale Fragmentierung

Konfliktursachen

-    sozio-ökonomische Ungleichheit
-    politische Repression unter der Assad-Regierung
-     territoriale Fragmentierung und unklare Machtverhältnisse  
-    Konfessionalisierung

Arbeitsblatt Konfliktbaum (leer)

Arbeitsblatt Konfliktbaum Syrien (ausgefüllt)

 


 

Literatur und Quellen

Literatur und Quellen

Karten

Karte 1: Landkarte Syrien. The World Factbook 2021. Washington, DC: Central Intelligence Agency, 2021.
Karte 2: Lagekarte Syrien The World Factbook 2021. Washington, DC: Central Intelligence Agency, 2021.

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