Aktuelles aus der Servicestelle

ONLINE - TAGUNG mit DOKU

18.11.2020 - Was tun wir? Was wirkt? Was brauchen wir? - Wirkung von Friedensbildung, BNE und Globalem Lernen

Unsere Arbeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), dem Globalen Lernen und der Friedensbildung wirkt! Davon sind wir überzeugt. Wir verfügen über ein methodisch und thematisch vielfältiges Angebot, das in Lernräume der formalen, nonformalen und informellen Bildung hineinwirkt. Zugleich bewegen uns viele Fragen: Was tun wir konkret? Was wirkt? Was brauchen wir, damit unsere Angebote ihre Wirkung entfalten? Auf welche (wissenschaftlichen) Erkenntnisse können wir bei der Beantwortung dieser Fragen zurückgreifen?

Am Mittwoch, den 18. November 2020 fand genau zu diesen Fragen die Online-Tagung "Was tun wir? Was wirkt? Was brauchen wir? - Wirkung von Friedensbildung, BNE und Globalem Lernen" statt. Zielgruppe waren Multiplikator*innen aus formaler und nonformaler Bildung (z. B. Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen) und alle am Thema Interessierten. Veranstaltet wurde Sie von der Servicestelle Friedensbildung bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gemeinsam mit ihren Trägern und zahlreichen Kooperationspartner*innen: der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Reutlingen (EPiZ), der Evanglischen Landeskirche in Württemberg, dem Landesarbeitskreis für Bildung für eine Welt Baden-Württemberg (LAK), dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und dem Landesjugendring Baden-Württemberg (LJR BW), dessen Online-Tagungsraum wir nutzen durften. Unser besonderer Dank gilt Vera Rößiger, Programmreferentin „Vielfalt in Partizipation“ im Fachbereich Nachhaltigkeit des Landesjungendrings, die den technischen support für diese Tagung übernommen und einen reibungslosen Ablauf ermöglicht hat. Sowie Linda Rebmann-Musacchio, Koordinatorin für den BNE-Kompass Baden-Württemberg beim Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EPiZ) Reutlingen, die die Tagung durchgehend als Moderatorin des gemeinsamen Chats begleitete.

Referent*innen und Impulsgeber*innen waren Prof. Dr. Claudia Bergmüller-Hauptmann von der PH Weingarten, Susanne Höck von EOP Freising, Prof. Uli Jäger von der Berghof Foundation und Eva-Maria Waltner von der PH Freiburg. Die Leitung hatten Claudia Möller, Leiterin der Servicestelle Friedensbildung, und Mechthild Belz vom Fachbereich Nachhaltigkeit beim LJR Baden-Württemberg.

In drei Impulsvorträgen mit anschließendem Austausch beleuchtete die Tagung wissenschaftlich begleitete Ansätze zur Wirkung unserer Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie bot Informationen zum aktuellen Stand der Diskurse, lieferte Impulse für unsere konkreten Bildungskontexte und regte zu einer weiterführenden Auseinandersetzung mit den Themenbereichen an.

Eine Web-Dokumentation mit den Tagungsunterlagen finden Sie hier:

Das Tagungsprogramm
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Impulsvortrag von Prof. Uli Jäger, Berghof Foundation, Kommentare und diskutierte Fragen
„Erfolgreich?! Friedensbildung auf dem Prüfstand“
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Impulsvortrag von Prof. Dr. Claudia Bergmüller-Hauptmann und Susanne Höck, Kommentare und diskutierte Fragen
„Wirkungsorientierung in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit“
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Impulsvortrag von Eva-Maria Waltner, Kommentare und diskutierte Fragen
„BNE im Unterricht – Gelingensbedingungen für die Entwicklung  von Nachhaltigkeitskompetenzen“
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Abschluss-Tweets der Veranstalter*innen und Kommentare von Teilnehmenden
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Link-Liste aus dem gemeinsamen Tagungs-Chat:

zur Jubiläums-Zitatereihe "5 Jahre Servicestelle Friedensbildung"
Twitter:  https://twitter.com/lpbbw
Facebook:  https://www.facebook.com/lpb.bw.de
Instagram:  https://www.instagram.com/lpb.bw
https://www.instagram.com/servicestelle.friedensbildung/ 

Homepage Globales Lernen/BNE in der frühkindlichen Bildung:  www.kita-weltbewusst-2030.de

Als Schnittstelle zwischen Schule und außerschulischen Angeboten:  www.bne-kompass.de

Für Schulklassen:  https://www.ulli-thiel-friedenspreis.de/

Die nächste Tagung des Netzwerks wird stattfinden vom 26. - 27. September 2022 im LpB Tagungszentrum "Haus auf der Alb" in Bad Urach!


NEU - Bilderset "Menschen im Krieg – Menschen gegen Krieg. 40 Fotos für den Frieden"

06.07.2020 - Erschienen bei der LpB und ab jetzt im Webshop erhältlich

"Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte" – das gilt in der politischen Bildung ebenso wie in der journalistischen Berichterstattung oder auch in der Werbung. Worauf soll aufmerksam gemacht werden? Was wird gezeigt und was wird bewusst nicht gezeigt? Welche Emotionen werden vermittelt? Welcher Eindruck soll erzielt werden?

Das Bilderset enthält 40 nach friedenspädagogischen Kriterien ausgewählte Fotos. In der 20-seitigen Begleitbroschüre finden sich didaktische Anregungen und Hinweise. Diese knüpfen fächer-, klassenstufen- und schulartübergreifend an den Bildungsplan und ebenso an den "Leitfaden Demokratiebildung" an. Mit den Fotos gelingt es, sich niederschwellig konkreten Krisen und Konflikten wie dem Syrienkrieg zu nähern – über die Beschreibung, Auswahl und Analyse von Bildern. Kinder und Jugendliche werden angeregt, über Kriegsfolgen nachzudenken und ebenso über Motivationsgründe für Menschen, sich an Kriegen zu beteiligen. Und sie werden angeregt, über Sorgen und Hoffnungen dieser Menschen zu reflektieren und zu überlegen, wie Kriege verhindert und Frieden vorbereitet und erhalten werden kann. Auch in der Erwachsenenbildung kann dieses Bilderset gut eingesetzt werden.

Das Bilderset "Menschen im Krieg – Menschen gegen Krieg. 40 Fotos für den Frieden" wird von der Servicestelle Friedensbildung bei der LpB in Zusammenarbeit mit der Berghof Foundation und "Zeitenspiegel Reportagen Reinhardt & Partner" aus Weinstadt herausgegeben. Es kostet 16 EURO zzgl. Versandkosten und kann ab sofort im Webshop der LpB bestellt werden -  Link zur Publikation im LpB-Webshop - Dort finden Sie auch weiterführende Informationen und Beispielbilder!
 


"Heimat verlassen – Heimat finden"

18.09.2019, Deutsch-Ukrainischer-Austausch, Bad Urach

Unter diesem Titel stand der diesjährige Austausch zwischen einer Schüler*innengruppe der kaufmännischen Georg-Goldstein-Schule Bad Urach und einer Studierendengruppe aus der Ukraine. Die Servicestelle Friedensbildung griff das Thema auf und bot einen halbtägigen Workshop an, um gemeinsam über den Zusammenhang zwischen "Frieden und Migration" nachzudenken.

Der Workshop befasste sich mit einigen Facetten der Themen Flucht und Migration in nationaler und internationaler Perspektive. Zu Beginn des Workshops wurden verschiedene Definitionen und Verständnisse des Begriffs "Frieden" gesammelt. Einig schienen sich die Teilnehmer*innen darin, dass Liebe, Freiheit(en) und Sicherheit zum Frieden gehören. Es folgten weitere interaktive Einheiten zu Begriffen wie Gewalt, Gerechtigkeit, Flucht und Migration. Die Teilnehmer*innen tauschten sich über Gründe von Flucht und Migration bezogen auf ihre Herkunftsländer aus. Viele verschiedene Ideen, Meinungen und Eindrücke wurden geteilt, hinterfragt und reflektiert.

Insgesamt war es ein intensiver Vormittag für alle. An den Rückmeldungen ließ sich ablesen, dass der Workshop eine gute Mischung aus Austausch, neuen Erfahrungen sowie Spaß und vor allem neuen und neu entdeckten Bekanntschaften bot. Die Begegnungen innerhalb dieser Gruppe öffneten den Raum für neue Perspektiven auf Themen und für Kreativität im Umgang mit ihnen.

Seit dem Jahr 2016 führt der  Bessarabiendeutscher Verein e. V. Schüler- und Studentenprojekte mit der  Georg-Goldstein-Schule Bad Urach, Studierenden der Metschnikow Universität, der Polytechnischen Universität in Odessa und der Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität Ismail durch. Der diesjährige Austausch fand in Kooperation mit dem Fachbereich "Politik und Gesellschaft" der  Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) statt. Als Tagungsort wurde das Tagungszentrum der LpB, das  Haus auf der Alb in Bad Urach genutzt.


Sommerschule an der Walther-Groz-Schule und HWS in Albstadt

4. - 10. September 2019, Albstadt und Tübingen

Was hat Argumentation in Deutsch und Englisch mit Frieden zu tun? Hilft mir der Englischunterricht, Dinge wie den Brexit, den Backstop und den Konflikt in Nordirland besser zu verstehen? Und was können Stochastik und Parabeln zum Frieden beitragen?

Bei der Sommerschule des Kultusministeriums erhalten rund 20 Schüler*innen der 11. Klassen der  Walther-Groz-Schule und benachbarten  Hauswirtschaftlich- Sozialpädagogischen Schule (HWS) an den Vormittagen intensiven Förderunterricht in Mathe, Deutsch und Englisch. Am Nachmittag geht es darum, das Gelernte direkt anzuwenden und mit den Themen der Friedensbildung zu verbinden. In einem erlebnispädagogischen Workshop erfährt die Gruppe, wie wichtig es ist, gut miteinander zu kommunizieren, um knifflige Kooperationsaufgaben friedlich und konstruktiv zu lösen. An einem anderen Tag können Sie ihre gelernten Argumentationsstrategien direkt gegen Hate Speech im Netz einsetzen. Darüber hinaus wird der Brexit und seine Folgen auf Englisch diskutiert und dürfen die Schüler*innen zum Abschluss am Dienstag bei einer Stocherkahnfahrt auf dem Neckar entspannen, um gestärkt und besser vorbereitet in das nächste Schuljahr zu starten.

Bei den Sommerschulen des Kultusministeriums geht es darum, Inhalte der Kernfächer Mathematik, Deutsch und Englisch mit lebensnahen Themen der Schüler*innen erlebnisorientiert zu verknüpfen -  weitere Informationen. Diese Sommerschule wird von der Servicestelle Friedensbildung in Kooperation mit der Berghof Foundation und den beiden genannten Schulen durchgeführt.

 


Meine Demokratie. Deine Demokratie.

22.-24. Mai 2019, Haus auf der Alb, Bad Urach

Von Mittwoch bis Freitag fand im Tagungszentrum der LpB Baden-Württemberg in Bad Urach das bereits dritte Betzavta-Basismodul statt. Sabine Sommer und Jürgen Schlicher von  Diversity Works führten die Teilnehmenden von Konflikten, in Dilemmata und wieder zurück und spürten mit ihnen gemeinsam Fragen nach wie: Was bedeutet Demokratie für mich? Wie erlebe ich demokratische Prozesse? Wie agiere ich als Demokrat*in? Wo kann ich demokratische Prozesse gut, wo eher schwer aushalten? Was ist mir wichtig in einer Demokratie? Und welche Gruppen, Subgruppen und Individuen gibt es und werden gehört und gesehen oder auch nicht?

»Miteinander« – die deutsche Übersetzung des hebräischen Worts »Betzavta« – beschreibt das Ziel dieses Trainingsprogramms zur Demokratie- und Friedensbildung sehr genau. Es geht um das Erlernen und Begreifen eines demokratischen und friedlichen/friedvollen Miteinanders in der Gesellschaft. Durch meist spielerische Aktivitäten werden in sehr eindrucksvoller Weise demokratische Prinzipien und Konfliktbearbeitungsstrategien für den Alltag erfahrbar gemacht. Die Methoden von Betzavta stellen die Lebenswelt und Individualität der Teilnehmenden in den Mittelpunkt. Durch den erfahrungsorientierten Ansatz, der sich von herkömmlichen Formen politischer Bildung stark unterscheidet, wird ein sehr persönlicher und emotionaler Zugang zu den Inhalten geschaffen.

Demnächst startet die erste, von Diversity Works zertifizierte Ausbildung in bei der Landeszentrale für politische Bildung. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Absolvierung von zwei anerkannten Basismodulen. Anmeldungen für die Ausbildung sind ab sofort möglich  weitere Informationen

 


Betzavta - ein Trainingsprogramm zur Demokratie- und Friedensbildung

»Miteinander« – die deutsche Übersetzung des hebräischen Wortes »Betzavta« – beschreibt das Ziel dieses Trainingsprogramms zur Demokratie- und Friedensbildung sehr genau. Es geht um das Erlernen und Begreifen eines demokratischen und friedlichen/friedvollen Miteinanders in der Gesellschaft. Durch meist spielerische Aktivitäten werden in sehr eindrucksvoller Weise demokratische Prinzipien und Konfliktbearbeitungsstrategien für den Alltag erfahrbar gemacht. Die Methoden von Betzavta stellen die Lebenswelt und Individualität der Teilnehmer*innen in den Mittelpunkt. Durch den erfahrungsorientierten Ansatz, der sich von herkömmlichen Formen politischer Bildung stark unterscheidet, wird ein sehr persönlicher und emotionaler Zugang zu den Inhalten geschaffen.

Betzavta wurde vom Jerusalemer ADAM-Institut als Konzept zur Demokratie- und Friedenserziehung entwickelt und kann im schulischen und außerschulischen Bereich sinnvoll eingesetzt werden.

Aktuell läuft eine Ausbildung noch bis März 2020, die ausgebucht ist. Bei Interesse an künftigen Ausbildungsterminen, Terminen für Basismodule und für weitere Informationen zu Betzavta, wenden Sie sich bitte an  claudia.moeller@remove-this.lpb.bwl.de  und/oder telefonisch unter 07125 - 152 -135. Wir nehmen Sie gerne auch in einen E-Mail-Verteiler für Interessent*innen auf.

 


Träger der Servicestelle Friedensbildung