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Kostenloser Download der Ausgabe „Klimawandel, Krieg und Frieden“ Download
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Grafik "Klimawandel und Kriege schaukeln sich gegenseitig hoch": Download
Merkblatt mit Schaubild, das die Zusammenhänge von Klima, Krieg und Frieden verdeutlicht: Download
Merkblatt mit Schaubild, das die Zusammenhänge von Umweltschutzmaßnahmen und Frieden verdeutlicht: Download
Gedruckte Ausgabe
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Thematik
Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit – und betrifft uns alle. Hitzewellen, Überschwemmungen, Wasserknappheit und Artensterben sind längst Teil unserer Realität. Zugleich zeigen aktuelle Kriege und bewaffnete Konflikte, wie stark militärische Gewalt auch ökologische Systeme zerstört: Lebensräume werden vernichtet, Böden und Gewässer verseucht, Kampfhandlungen und Brände setzen große Mengen CO2 frei. Auch nach Kriegsende verseuchen Minen und Munitionsreste langfristig die Natur; kaputte Infrastruktur muss unter Einsatz vieler Ressourcen wieder aufgebaut werden. Kriege und Klimawandel haben gemeinsam, dass sie den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen zerstören, Menschen vertreiben und globale Verteilungsungleichheiten verschärfen. Gleichzeitig heizen militärische Emissionen den Klimawandel weiter an – der wiederum die Eskalation von Konflikten wahrscheinlicher macht, insbesondere in Regionen mit schwacher Regierungsführung. So kann ein Teufelskreis aus Umweltzerstörung, sozialer Unsicherheit und gewaltvoller Eskalation entstehen. Gleichzeitig zeigt die Forschung: Historisch betrachtet werden Umweltkonflikte – etwa um Wasser – öfter durch Kooperation als durch Gewalt gelöst. Während politische Diskurse zum Klimawandel sich oft auf CO2-Werte und technische Lösungen fokussieren, bleiben friedensfördernde Perspektiven häufig unbeachtet. Dabei wäre zu fragen: Wie können wir strukturelle Gewalt abbauen, globale Verantwortung wahrnehmen und Betroffene stärken? Wie lässt sich Klimaschutz durch Kooperation, Dialog und Gerechtigkeit gestalten? Um solche Zusammenhänge zu erkennen, kann eine neue Sichtweise helfen – eine, die Mensch und Natur nicht trennt, sondern als Teil eines gemeinsamen Ganzen versteht. Menschen sind in dieser keine außenstehenden Beobachter:innen, sondern Teil eines globalen ökologischen Gefüges. Bereits 2022 verwies der Weltklimarat auch auf die psychischen Folgen der Klimakrise – etwa durch Katastrophenerlebnisse oder Klimaangst. Schulen können der besonderen Betroffenheit junger Menschen durch Unterricht und Projekte begegnen, die über die Darstellung der Probleme hinausgehen und zum Handeln ermutigen.
Didaktik
Mit der vorliegenden Ausgabe von „Friedensbildung AKTUELL“ bietet die Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg ausgewählte Anregungen wie das Thema Klimawandel und Frieden im Unterricht erarbeitet werden kann.
Auf Seite 2 lernen die Schüler:innen die Zusammenhänge von Klimawandel, Krieg und Frieden zu erläutern. Sie ordnen die Auswirkungen militärischer Emissionen politisch ein und arbeiten an Beispielen die Umweltfolgen von Kriegen heraus.
Auf Seite 3 werden Wege aufgezeigt, wie sich Engagement für Klima und Frieden verbinden lässt. Mit der Methode „Ein Schritt nach vorne” üben die Schüler:innen den Perspektivwechsel zu verschiedenen Betroffenheiten vom Klimawandel und entwickeln Strategien, wie Menschen sich im Umgang mit dem Klimawandel unterstützen können.
Auf Seite 4 dieser Handreichung finden sich weiterführende Literaturhinweise.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Arbeit mit der Handreichung und spannende Impulse für Schule und Unterricht und freuen uns natürlich immer über ein Feedback per Mail.

