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Kostenloser Download der Ausgabe „Krieg und Frieden auf social Media": Download
Zusatzmaterialien separat zum Downloaden:
Arbeitsblatt Social-Media-Algorithmen: Download
TikTok: zwischen Unterhaltung & Information (Audio): Download
Erwartungshorizont: Download
Gedruckte Ausgabe
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Thematik
Media literacy, also die Fähigkeit, aktiv und bewusst an der Mediengesellschaft teilzunehmen und mediale Inhalte kritisch zu hinterfragen, wird immer wichtiger. Denn Jugendliche werden selbst zu Produzent:innen von Social Media Content, und ihre Interaktionen finden zunehmend virtuell statt. Wie sie kommunizieren und welche Inhalte sie teilen, beinhaltet ethische Entscheidungen. Ein Großteil der Verantwortung, sichere und faire Räume zu gewährleisten, liegt jedoch bei den Unternehmen der Social-Media-Plattformen.
Bei der Nutzung von Social Media liegt ein großes Potenzial darin, Jugendliche zu stärken, ihre Medienkompetenz für digitale Friedensfähigkeit einzusetzen. Social Media bietet Jugendlichen beispielsweise die Möglichkeit, sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen, Vorurteile zu hinterfragen, Erinnerungskultur und Zukunftsvisionen mitzugestalten und eigene solidarische Botschaften zu entwickeln. Die Kehrseite ist, dass ebenso gewaltverherrlichende Inhalte und Falschinformationen frei zugänglich sind, auch zu bewaffneten Konflikten. Der Ukrainekrieg war der erste Krieg, in dem unzählige Bilder und Videos auf TikTok geteilt wurden. Gerade für junge Nutzer:innen hat sich der Kanal zu einer Informationsquelle für Kriege und Krisen weltweit entwickelt.
Allerdings sind die Grenzen zwischen Information, Unterhaltung und gezielter Desinformation oft fließend. Die Sichtbarkeit von Inhalten wird auf Basis der Analyse des Nutzer:innenverhaltens algorithmisch gesteuert. Dabei rücken polarisierende und emotionalisierende Bilder mit eingängiger Musik vermehrt in den Vordergrund. Die Kompetenz, diese Inhalte und ihre Herkunft kritisch zu hinterfragen und adäquat einordnen zu können, ist insofern von zentraler Bedeutung.
Friedensbildung in einer digitalisierten Welt sollte das veränderte Verhältnis von Nähe und Distanz bei Kriegen und bewaffneten Konflikten im Kontext von Social Media thematisieren, die ethische Verantwortung von Nutzer:innen, Unternehmen und Politik reflektieren und das Gefühl von Ohnmacht in ein Gefühl von Wirksamkeit umwandeln.
Didaktik
Mit der vorliegenden Ausgabe von „Friedensbildung AKTUELL“ bietet die Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg ausgewählte Anregungen wie das Thema Krieg und Frieden auf Social Media im Unterricht erarbeitet werden kann.
Auf Seite 2 diskutieren die Schüler:innen die Wirkung von Bildern auf Social Media und erörtern die Vor- und Nachteile digitaler Kriegsdarstellungen.
Mit kreativen Zugängen, wie zum Beispiel dem Erstellen von Memes, lernen Schüler:innen auf Seite 3, wie sie Social Media bewusster nutzen und kritisch und verantwortungsvoll mitgestalten können.
Auf Seite 4 finden sich weiterführende Angebote zum Thema dieser Ausgabe.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Arbeit mit der Handreichung und spannende Impulse für Schule und Unterricht und freuen uns natürlich immer über ein Feedback per Mail.




