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Kostenloser Download der Ausgabe „Krieg und Frieden in den Medien“:Download
Zusatzmaterialien separat zum Downloaden:
Grafik "Die Desinformationsfabrik": Download
Merkblatt mit Schaubild, das die Formen von Journalismus in Konflikten darstellt: Download
Berichterstattung aus Kriegsgebieten (Audio): Download
Interview zu "Peace Counts" (Video): Anschauen
Gedruckte Ausgabe
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Thematik
Medien können durch die Berichterstattung über bewaffnete Konflikte und Kriege Angst und Ohnmacht verbreiten – sie können aber auch Hoffnung stiften, indem sie Geschichten von Solidarität, Dialog und friedlichem Widerstand erzählen. Medien bestimmen in hohem Maße, welche Perspektiven sichtbar werden und welche unsichtbar bleiben. Damit prägen sie unsere Wahrnehmung der Welt. Sprache und Erzählweise entscheiden mit darüber, ob Feindbilder verstärkt oder Empathie geweckt wird, ob die Logik der Gewalt fortgeschrieben oder Alternativen zum Krieg aufgezeigt werden. Medienberichterstattung ist damit nicht neutral: Sie rahmt das Denken von Gesellschaften und wirkt sich auf das demokratische Miteinander aus. Framing, also die bewusste oder unbewusste Einbettung von Informationen in Deutungsrahmen, beeinflusst die Auswahl und Bewertung politischer Maßnahmen und kann damit Kriegshandlungen legitimieren oder Friedensbemühungen fördern. Wenn Gewalt als „notwendig“, „alternativlos“ oder „Verteidigung“ bezeichnet wird, erscheinen militärische Lösungen selbstverständlich. Wenn hingegen die Folgen von Gewalt für Zivilbevölkerung, Umwelt oder gesellschaftlichen Zusam¬menhalt in den Fokus gerückt werden, entstehen neue Perspektiven auf Verantwortung für Frieden und Gewaltprävention.
Eine friedenspädagogische Perspektive auf Journalismus fragt deshalb: Wie kann so berichtet werden, dass Empathie und Verständigung gestärkt werden? Die Konzepte des Friedensjournalismus, konstruktiver und konfliktsensibler Journalismus zeigen Wege, wie Medien Polarisierung entgegenwirken, zu einem offenen Dialog beitragen und zum Handeln befähigen können. Dies gilt sowohl für internationale Kriegsberichterstattung als auch für den journalistischen Umgang mit innergesellschaftlichen Konflikten.
Didaktik
Mit der vorliegenden Ausgabe von „Friedensbildung AKTUELL“ bietet die Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg ausgewählte Anregungen wie das Thema Krieg und Frieden in den Medien im Unterricht erarbeitet werden kann.
Auf Seite 2 analysieren die Schüler:innen Herausforderungen der Kriegsberichterstattung sowie Mechanismen von Desinformation und (Kriegs-)Propaganda. Sie lernen die Framing-Theorie kennen und können die Auswirkungen des Framings auf unsere Gesellschaft und Demokratie diskutieren.
Auf Seite 3 lernen die Schüler:innen unterschiedliche Formen des Journalismus zu unterscheiden. Über das Projekt „Peace Counts“ erleben sie, wie über Friedensengagement auch in Krisen-und Kriegsgebieten berichtet werden kann. Durch das Formulieren von Future News werden die Schüler:innen angeregt, selber positive Nachrichten zu ent¬wickeln.
Auf Seite 4 dieser Handreichung finden sich weiterführende Literaturempfehlungen und themenrelevante Tipps.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Arbeit mit der Handreichung und spannende Impulse für Schule und Unterricht und freuen uns natürlich immer über ein Feedback per Mail.

